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Geschlechtsanpassung

Schwimm-Weltverband schafft "Offene Kategorie" für Transgender-Athleten

Die Schwimmerin Lia Thomas ist die erste Transgender-Athletin, die einen hochrangigen US-Universitäts-Titel gewonnen hat. An Fina-Wettkämpfen wird sie nicht teilnehmen können.
Die Schwimmerin Lia Thomas ist die erste Transgender-Athletin, die einen hochrangigen US-Universitäts-Titel gewonnen hat. An Fina-Wettkämpfen wird sie nicht teilnehmen können.APA/AFP/JOSEPH PREZIOSO
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Der Verband Fina verunmöglicht Trans-Personen quasi die Teilnahme an den Bewerben. Dafür soll eine eigene Wettbewerbskategorie geschaffen werden.

Der Schwimm-Weltverband Fina hat sich bezüglich der Teilnahme von Transgender-Athleten in Frauenbewerben für eine restriktiven Kurs entschieden. Stattdessen soll eine "offene Kategorie" geschaffen werden, in der auch internationale Meisterschaften ausgetragen werden sollen. Für deren Schaffung kündigte Weltverbandspräsident Husain Al-Musallam am Sonntag im Rahmen eines außerordentlichen Kongresses am Rande der Schwimm-WM in Budapest die Einsetzung einer Arbeitsgruppe an.

Die neue Fina-Policy zum Umgang mit Transgender-Athleten wurde mit 71-prozentiger Zustimmung von den 152 wahlberechtigten nationalen Verbänden angenommen. Demnach muss eine Geschlechtsanpassung bereits vor dem zwölften Geburtstag abgeschlossen sein, um in Frauenbewerben antreten zu dürfen. Alternativ muss nachgewiesen werden, eine bestimmte Phase der männlichen Pubertät vor dem Vollzug noch nicht durchgemacht zu haben. Es ist dies das strengste gültige Transgender-Regulativ in allen olympischen Sportverbänden.

Fina will „führend“ in dieser Frage sein

Transgender-Rechte sind in den vergangenen Jahren im Sport zu einem großen Diskussionspunkt geworden. Es gilt, die Balance zwischen zu fördernder Inklusion und zu verhindernder Wettbewerbsvorteile zu finden. "Die Schaffung einer offenen Kategorie wird bedeuten, dass jeder die Möglichkeit hat, auf Elitelevel Bewerbe zu absolvieren", sagte Al-Musallam. Dies sei zuvor noch in keiner anderen Sportart erfolgt. "Die Fina wird in dieser Frage führend sein müssen."

Die Debatte hatte sich im Schwimmsport zuletzt intensiviert, nachdem Lia Thomas von der Universität von Pennsylvania als erste Transgender-Athletin in den USA einen College-Meistertitel erobert hatte. Im Vorjahr hatte die neuseeländische Gewichtheberin Laurel Hubbard in Tokio als erster Transgender-Sportlerin an den Olympischen Spielen teilgenommen.

(APA/Reuters)