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Ukraine-Krieg

Im Zug nach Kaliningrad: Erst Kriegsbilder, dann WLAN

Am Bahnhof an der Grenze zwischen Litauen und Kaliningrad müssen Passagiere Kriegsbilder anschauen, um das W-LAN nutzen zu können.REUTERS
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Litauen hat den Gütertransport in die russische Exklave Kaliningrad eingeschränkt. Der Personenverkehr ist aber aufrecht. Eine Möglichkeit für Litauen, Russlands Zensur etwas entgegensetzen.

Im Zuge des Kriegs in der Ukraine ist auch ein Konflikt zwischen Russland und der EU um die russische Exklave Kaliningrad entstanden. Litauen, das an Kaliningrad grenzt, verbietet den Transitverkehr von Gütern wie Baumaterialien, Metalle und Kohle in die russische Provinz. Der Personenverkehr ist aber weiterhin aufrecht. Das gibt Litauen die Möglichkeit, die Zensur Putins auszuhebeln.

Denn, um das Gratis-WLAN am Bahnhof an der Grenze zwischen Litauen und Kaliningrad nutzen zu können, müssen Passagiere zuvor Bilder von dem Krieg ansehen. Auch entlang des Bahnsteiges sind große Plakate mit den Gräueln des Krieges in der Ukraine zu sehen. Das berichtet Adam Parsons von Sky News in einem Lokalaugenschein.

Russische Regierung kündigt Gegenmaßnahmen an

Unabhängige Information über den Krieg bekommt man in Russland nur schwer. Er wird dort als „militärische Spezialoperation“ bezeichnet. Zudem drohen Menschen, die „wissentlich falsche Informationen“ zu dem Konflikt verbreiten, bis zu 15 Jahre Haft. Im Internet sind einige westliche Medien, wie die BBC, und Social-Media-Plattformen gesperrt.

Die russische Regierung hatte indessen Gegenmaßnahmen für die Güterblockade Litauens angekündigt. „Russland wird mit Sicherheit auf solche feindlichen Handlungen reagieren", sagte der Sekretär des russischen Sicherheitsrats, Nikolaj Patruschew. Der EU-Botschafter in Moskau, der deutsche Diplomat Markus Ederer, war am Dienstag in das Außenministerium einbestellt worden, um die Transitblockade Litauens für bestimmte Waren nach Kaliningrad zu erklären.

(schev)