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Covid-Vakzin

Valneva-Aktie springt um 25 Prozent in die Höhe

Das Labor von Valneva in Wien.
Das Labor von Valneva in Wien
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Die europäische Arzneimittelbehörde gibt grünes Licht für den Covid-Totimpfstoff des österreichisch-französischen Unternehmens Valneva.

Das Biotechunternehmen Valneva kann nach langem Warten mit der Zulassung seines Covid-19-Impfstoffs in der Europäischen Union rechnen. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA gab am Donnerstag grünes Licht für das Vakzin der französisch-österreichischen Firma. Der zuständige Ausschuss empfahl den Impfstoff zur Verwendung als Erstimpfung bei Menschen von 18 bis 50 Jahren. Die finale Entscheidung liegt bei der EU-Kommission deren Zustimmung gilt als Formsache.

Auf Antrag des Unternehmens wurde der Handel mit Valneva-Stammaktien gestern schon ab 9:00 Uhr MESZ ausgesetzt, um die Veröffentlichung der Pressemitteilung der EMA zu ermöglichen. Zu Handelsbeginn an der US-Techbörse Nasdaq sprangen die Papiere dann um etwa ein Viertel in die Höhe. Auch auf dem geregelten Markt der Euronext in Paris begann der Handel dann um 16:30 Uhr MESZ wieder. Die Papiere notierten am späten Nachmittag mit einem Viertel höher bei 15 Euro, ehe es zu Gewinnmitnahmen kam.

In der Europäischen Union wäre das Valneva-Vakzin der sechste zugelassene Covid-19-Impfstoff und der erste sogenannte Totimpfstoff.

Das Vakzin enthält das inaktivierte SARS-CoV-2-Virus sowie zwei Wirkverstärker. Bereits auf dem Markt sind die mRNA-Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna, die zwei Vektor-Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson(J&J) sowie das Vakzin von Novavax auf Protein-Basis.

Langes Zittern scheint vorbei zu sein

Valneva hatte erst vor kurzem die Zukunft seines Totimpfstoffs in Frage gestellt, nachdem die Europäische Kommission angekündigt hatte, den Vorabkaufvertrag für das Vakzin wegen Verzögerungen im Zulassungsprozess möglicherweise zu kündigen.

Beim Valnevas Covid-Vakzin VLA2001 handelt es sich um den einzigen Ganzvirus-Impfstoffkandidaten ("Totimpfstoff"), der in Europa entwickelt wurde. Valneva verfolgt eine Herangehensweise, die seit vielen Jahrzehnten erprobt ist. Dabei wird dem Körper das gesamte abgetötete Virus präsentiert. Somit muss sich das Immunsystem mit allen Erreger-Teilen auseinandersetzen. Produziert wird in Schottland und Schweden, die Entwicklungsarbeit lief aber nach Angaben des Unternehmens großteils über Wien. VLA2001 ist bereits in Großbritannien und Bahrain und seit 13. Mai auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten zugelassen.

(Apa/est)