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Schweine

AMA-Mastbetrieb in Korneuburg wegen Missständen gesperrt

Schweine im Schweinestall
APA/dpa/Marijan Murat
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Der Betrieb darf demnach aktuell keine Tiere verkaufen. Der Verein gegen Tierfabriken erstattete Anzeige und sprach von „toten Tieren in unterschiedlichen Verwesungsstadien“.

Im Bezirk Korneuburg ist ein AMA-zertifizierter Schweinemastbetrieb wegen mutmaßlicher Missstände gesperrt worden. Das berichtet der „ORF Niederösterreich“ am Donnerstag. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) hatte zuvor Anzeige erstattet. Seitens der zuständigen Landesabteilung Naturschutz und der Bezirkshauptmannschaft seien Untersuchungen bestätigt worden. Die Amtstierärztin sei an Ort und Stelle gewesen.

Man habe den Betrieb Donnerstagmittag gesperrt, sagte die AMA zum „ORF". Das bedeute, es dürften aktuell keine Tiere verkauft werden, die unter dem AMA-Gütesiegel laufen. Auch eine Kontrolle soll umgehend durchgeführt werden. Bei der bis dato letzten im Jahr 2020 sei der Betrieb in Ordnung gewesen.

Bild aus dem Schweine-Mastbetrieb in Niederösterreich: Tiere auf einstreulosem Vollspaltboden.VGT.at

Der Betreiber hat dem „ORF" zufolge mit einer schriftlichen Stellungnahme reagiert. Eine unangekündigte Kontrolle sei durch die Amtstierärztin bereits erfolgt, "wir konnten verordnete Maßnahmen unmittelbar umsetzen". Es seien keine toten Tiere vorgefunden worden. Gemeinsam mit dem Betreuungstierarzt und den zuständigen Behörden will der Betreiber die Vorwürfe "restlos aufklären“, heißt es in dem Bericht weiter.

„Verletzungen und abgebissene Schwänze"

Der VGT hatte die Zustände in dem Betrieb als "katastrophal" bezeichnet. Auf Bildern, die der Verein zugespielt bekommen hat, seien „Tiere mit Verletzungen und abgebissenen Schwänzen“ und „zahllosen toten Tiere in verschiedenen Verwesungsstadien“ zu sehen.

Der VGT kritisiert auch insbesondere die Haltung der Schweine auf einstreulosen Vollspaltböden und bezeichnet sie als „Tierquälerei“. Es brauche ein Ende dieser Haltung, fordert VGT-Obmann Martin Balluch.

Runder Tisch zu Lebensmittelkennzeichnung

Am Freitag findet im Sozialministerium ein Runder Tisch zur Tierhaltungskennzeichnung von Lebensmitteln statt. Tierschutzminister Johannes Rauch (Grüne) hat dazu Vertreter und Vertreterinnen der großen Supermarktketten Hofer, Lidl, Rewe und Spar geladen. Balluch kritisierte die fehlende Einbindung von Tierschutzorganisationen bei der Erarbeitung von Kriterien zur Haltungskennzeichnung.

>>> Bericht vom „ORF NÖ"

(APA/schev)