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Luftfahrt

Zehntausende Fluggäste von Airline-Streiks in Hauptreisezeit betroffen

APA/AFP/OSCAR DEL POZO
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Wegen Streiks bei den Fluggesellschaften Ryanair und Brussels Airlines sind Zehntausende Fluggäste von Einschränkungen betroffen. Allein bei Brussels Airlines werden mehr als 300 Flüge gestrichen.

Ein Streik des Kabinenpersonals mitten in der Urlaubssaison hat bei Europas größtem Billigflieger Ryanair zum Ausfall von Flügen im mehreren europäischen Ländern geführt. Ryanair-Mitarbeiter gingen Gewerkschaften zufolge am Freitag in Belgien, Spanien und Portugal in den Ausstand und verursachten damit die Streichung von zahlreichen Flügen. Allein am Flughafen Charleroi sollen belgischen Medien zufolge 127 Flüge gestrichen werden.

Gewerkschaften in den Ländern hatten zu dreitägigen Protesten aufgerufen. Am Wochenende sollen auch Italien und Frankreich betroffen sein. Ryanair halte sich nicht an das Arbeitsrecht in den betroffenen Ländern und umgehe etwa Mindestlöhne, kritisierten die Gewerkschaften.

"Die Arbeitsbedingungen sind schrecklich", sagte etwa Ricardo Penarroias, Vorsitzender der portugiesischen Gewerkschaft SNPVAC. Mitglieder der Crews dürften nicht einmal eine Flasche Wasser mit an Bord nehmen. Ryanair äußerte sich zunächst nicht. Der irische Konzern hatte aber bereits erklärt, er habe für 90 Prozent seiner Mitarbeiter in Europa Übereinkünfte geschlossen und erwarte keine weitreichenden Auswirkungen von Streiks im wichtigen Sommergeschäft.

Auch Brussels Airlines streikt

In Belgien war zudem auch der Lufthansa-Konzern von Ausständen betroffen. Bei der Tochter Brussels Airlines protestierte das Cockpit- und Kabinenpersonal, der Airline zufolge kommt es deshalb zu Beeinträchtigungen. Brussels Airlines zufolge sollen die Ausstände vom 23. bis 25. Juni andauern, die genauen Auswirkungen seien noch nicht abzusehen.

In der Luftfahrt knirscht es zum Auftakt der Hauptreisezeit gewaltig, da fast überall nicht genug Personal für ein Verkehrsvolumen wie zu Spitzenzeiten von vor der Pandemie da ist. Auch die Flughäfen haben mit Personalengpässen zu kämpfen. Reisende müssen sich auf lange Wartezeiten einstellen.

(APA)