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Interview

Schauspieler Austin Robert Butler: „Immer ein wenig Elvis in mir“

„Elvis“-Star Austin Butler über die Nachwirkungen der Rolle: „Die Realität brach auf eine Weise über mich herein, die mich buchstäblich umhaute.“
„Elvis“-Star Austin Butler über die Nachwirkungen der Rolle: „Die Realität brach auf eine Weise über mich herein, die mich buchstäblich umhaute.“Getty Images
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Der kalifornische Schauspieler Austin Robert Butler spielt in Baz Luhrmanns Biopic „Elvis“ (seit 23. Juni im Kino) seine bisher größte Rolle. „Die Presse am Sonntag“ traf den 30-Jährigen anlässlich der Weltpremiere in Cannes zum Interview.

Mr. Butler, „Elvis“ ist Ihre bislang mit Abstand wichtigste Hauptrolle, die Dreharbeiten sind mehr als ein Jahr her. Steckt immer noch der King of Rock 'n' Roll in Ihnen?

Austin Butler: Ich glaube, man kann gar nichts dagegen tun, dass eine solche Rolle irgendwie an dir haften bleibt. Ich habe mich da so sehr mit Haut und Haar hineingestürzt, die Arbeit an diesem Film war eine enorm immersive Erfahrung. Emotional anstrengende Rollen hinterlassen immer ihre Spuren. Als ich am Broadway in „The Iceman Cometh“ von Eugene O'Neill auf der Bühne stand, spielte ich jeden Abend jemanden, der sich das Leben nimmt. Danach musste ich meine Hirnsynapsen neu programmieren, weil ich sonst echt in diesen psychologischen Untiefen stecken geblieben wäre, in die ich mich begeben hatte. Aber auch Elvis und seine Welt steckten so tief in mir drin, dass ich nicht weiß, ob ich am Ende nicht immer ein wenig von ihm in mir tragen werde.

Sind Sie denn froh oder eher traurig, wenn Sie eine Rolle wie diese hinter sich lassen?

Das hängt von der Rolle ab. Am Ende der Dreharbeiten zu „Elvis“ hatte ich jedenfalls eine existenzielle Krise. Was aber auch an den besonderen Umständen lag, unter denen der Film entstand. Ich war für die Vorbereitung und den Dreh nach Australien gezogen, doch nicht lang nachdem wir begonnen hatten, brach die Coronapandemie aus. Wir konnten monatelang nicht arbeiten, aber ich entschied mich dagegen, zurück in die USA zu fliegen. Ich wollte mit meiner Konzentration ganz bei Elvis bleiben, also sah ich am Ende meine Familie zu Hause fast zwei Jahre lang nicht. Als dann am Ende alles im Kasten war und das, worauf ich so lang meine ganze Energie gerichtet hatte, plötzlich weg war, brach die Realität auf eine Weise über mich ein, die mich buchstäblich umhaute.