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Interview

Bitcoin-Austria-Präsident Johannes Grill: "Bitcoin gibt keine Versprechen"

Johannes Grill
Johannes GrillDie Presse/Clemens Fabry
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Bitcoin-Austria-Präsident Johannes Grill erzählt, wie Bitcoin einst von zwölf Euro auf 1,80 Euro gefallen ist, wie er die Mt.Gox-Pleite erlebt hat und wie schwierig es ist, Qualitätskritiker für Diskussionen über Bitcoin zu gewinnen.

Die Presse: Sie sind Bitcoiner der ersten Stunde. Wie erleben Sie die jetzige Situation, in der Bitcoin erstmals unter das vorletzte Rekordhoch gefallen ist und alle nervös werden?

Johannes Grill: Das stimmt ja gar nicht, dass alle nervös werden. Die, die verstanden haben, was Bitcoin ist, haben das kleinste Problem, wenn sich der Kurs halbiert oder drittelt. Das schmerzt einen vielleicht, wenn man das zum ersten Mal erlebt oder wenn man Bitcoin primär nutzt, um seine Euro zu vermehren. Bitcoin ist dem bestehenden Geldsystem überlegen, und ich sehe weit und breit nichts, das Bitcoin überlegen wäre. Deshalb ist es sehr wahrscheinlich, dass Bitcoin Erfolg hat.

Aber haben Sie nicht manchmal Angst, dass zu wenige Leute verstehen, was Bitcoin ist?

Wir sind ganz am Anfang. Es werden immer mehr. Das korreliert auch mit dem Preis. Viele Leute kommen, um Geld zu machen, und bleiben dann auch in Phasen wie jetzt, weil sie Bitcoin verstanden haben. Was ich in elf Jahren gesehen habe: Es ist immer schneller und weiter gegangen, als man sich das in den kühnsten Träumen vorgestellt hätte.