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European Fashion Alliance

Europäische Mode macht gemeinsame Sache

Die Mitglieder der „European Fashion Alliance“.
Die Mitglieder der „European Fashion Alliance“.Frank Baumhammel
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Nachhaltiger, innovativer und integrativer soll die Zukunft europäischer Mode sein. Sicherstellen will das die neu gegründete European Fashion Alliance.

Es ist die erste wirklich transnationale Allianz europäischer Mode, die erst Ende März dieses Jahres am zweitägigen Gipfeltreffen in Frankfurt am Main gebildet wurde. Die selbsternannte „Koalition des Wandels“ soll ebendiesen einleiten und die Modebranche zu einer mensch- und umweltfreundlicheren Zukunft verhelfen. Der Zeitplan dafür scheint ambitioniert, denn das Konzept soll bereits in den nächsten Monaten stehen. 25 Modeorganisation aus ganz Europa werden daran tüfteln, darunter auch die Austrian Fashion Association.

Durch die European Fashion Alliance (EFA) soll die europäische Modelandschaft außerdem vereint, Netzwerke gestärkt und erweitert werden. Ein gemeinsames Verständnis praktischer Ziele gehören her, um Planet und Mensch besser zu schützen, darüber ist man sich einig. Das Netzwerk dient der Beschleunigung dieses Prozesses. Am Ende sollen realistische Maßnahmen sowie politische Empfehlungen stehen - auf europäischer Ebene.

Denn die Mode ist mitunter die größte Umweltsünderin unter aller Branchen. Noch immer wird weniger als ein Prozent des Textilmülls wiederverwertet, über 220.800 Tonnen Kleider landen alleine in Österreich im Müll. Große Modeketten verkaufen Kleidungsstücke immer noch zu Spottpreisen und generieren, trotz Berichten von unwürdigen Arbeitsbedingungen in Fabriken, von Jahr zu Jahr mehr Umsatz. Es braucht ein Umdenken, aber vor allem strengere Richtlinien. Dem will sich die EFA nun annehmen.

Mit angestoßen wurde die Mission von den Worten der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Diese hatte vergangenen Sommer, während der Modewochen in Frankfurt, an die Branche appelliert: Weg von Fast Fashion, hin zu „Nachhaltigkeit mit Style“.

Zuwachs erwünscht

In Wien ist man die Allianz betreffend guter Dinge. „Ich freue mich sehr über die Gründung der European Fashion Alliance. Sie ist eine starke gemeinsame Stimme, die den Übergang europäischer Mode in eine nachhaltigere, innovativere, integrativere und kreativere Zukunft befürwortet und beschleunigt“, sagt Camille Boyer von der Austrian Fashion Association.

Ähnlich denkende Organisationen sind dazu eingeladen, der Allianz beizutreten. Das nächste EFA-Gipfeltreffen wird Ende Oktober stattfinden.

(evdin)