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Coronavirus

10.189 Neuinfektionen, Zahl der Spitalspatienten weiter gestiegen

Insgesamt 842 Menschen müssen zurzeit in einem Krankenhaus behandelt werden, 65 mehr als noch am Montag. Mehr als fünf Millionen Menschen sind mittlerweile dreimal geimpft.

Die Sommer-Coronawelle nimmt in Österreich weiter zu. Am Dienstag meldeten die Ministerien 10.189 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit gibt es 91.561 laborbestätigte aktive Fälle. Auch in den Spitälern ist die Zahl der Patientinnen und Patienten weiter gestiegen. 65 weitere Infizierte mussten seit Montag aufgenommen werden. Unterdessen haben nun mehr als fünf Millionen Menschen bereits drei Corona-Schutzimpfungen erhalten.

Die steigenden Zahlen sind für Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) weiterhin kein Grund, weitere Schritte zu setzen. "Bei Bedarf werden wir rechtzeitig Maßnahmen ergreifen, die eine Überlastung der Spitäler und des Gesundheitspersonals ausschließen. Derzeit ist keine Änderung der Corona-Schutzmaßnahmen geplant", hieß es in einem Statement.

Zahl der Spitalspatienten um 35 Prozent gestiegen

Die Entwicklung werde laufend geprüft, besonders auch die Zahl der Erkrankten und die Personalsituation in den Spitälern. Dort hat sich die Zahl der Patientinnen und Patienten binnen einer Woche um 35 Prozent erhöht. Insgesamt 842 Infizierte werden derzeit in Krankenhäusern behandelt, um 218 mehr als vor sieben Tagen. Auf den Intensivstationen liegen 47 Schwerkranke, um eine Person weniger als am Montag, aber sechs mehr als noch vor einer Woche.

Das Gesundheitsministerium konstatierte, dass die prognostizierte Sommerwelle nun etwas früher kommt als erwartet. "Vermutlich haben hier auch Großveranstaltungen und Feste einen Einfluss gehabt", hieß es. Die 10.189 Neuinfektionen liegen über dem Schnitt der vergangenen sieben Tage, hier wurden täglich 8850 neue Fälle gemeldet. Die Sieben-Tages-Inzidenz stieg auf 689,9 Fälle je 100.000 Einwohner.

Inzidenz in Wien über 1000

Seit Pandemiebeginn hat es in Österreich bereits 4.403.444 bestätigte Fälle gegeben. Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tages-Inzidenz ist derzeit Wien mit 1137,6. Hier wird aber auch am meisten getestet. Dahinter folgen Niederösterreich (776,9), das Burgenland (652,5), Salzburg (601), Vorarlberg (562,5), die Steiermark (512,9), Oberösterreich (491,7). Tirol (424,2) und Kärnten (375,7) verzeichnen die niedrigsten Inzidenzen.

Vier Todesfälle gab es seit gestern im Zusammenhang mit dem Virus. In den vergangenen sieben Tagen wurden 30 Todesfälle registriert. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie nach Ministerienzahlen seit Ausbruch 18.768 Tote in Österreich gefordert. Die Ages meldete bereits am Montag 20.029 Todesopfer.

Über fünf Millionen Österreicher dreimal geimpft

Noch diese Woche wird eine Entscheidung des Nationalen Impfgremiums (NIG) für den vierten Stich erwartet. In Wien ist er bereits für alle vier Monate nach der dritten Impfung freigegeben. Am Montag wurden österreichweit 1639 Corona-Schutzimpfungen verabreicht. Insgesamt haben nach den Daten des E-Impfpasses 6.831.552 Personen bereits zumindest eine Impfung erhalten.

Exakt 5.562.822 Menschen und somit 61,9 Prozent der Österreicher verfügen über einen gültigen Impfschutz. Für die Grundimmunisierung sind drei Impfungen erforderlich. Am Montag wurde hier die Fünf-Millionen-Marke überschritten. Exakt 5.000.051 Menschen haben bisher den Drittstich erhalten.

 

(APA)