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Radsport

Tour de France: Favoriten, Pflastersteine und Alpe d'Huez

Wer ist Favorit der 109. Auflage, wo lauern die heiklen Passagen? Und, es geht rauf in die Berge - und über die berüchtigten Pavés im Norden Frankreichs. Patrick Konrad fährt mit.

Hoch im Norden startet die 109. Tour de France erstmals in Kopenhagen. Der Auftakt erfolgt am Freitag mit einem 13,2 Kilometer langen Einzelzeitfahren, der Radklassiker endet nach 3328 Kilometern – davon führen erstmals im Rahmen der Tour auch einige über das berüchtigte Kopfsteinpflaster gen Arenberg – am 24. Juli in Paris. Sportlich läuft es auf ein Duell der Slowenen Tadej Pogačar und Primož Roglič hinaus. Womöglich rollt ein Sextett aus Österreich mit.

Grand Départ

Erstmals startet die Tour in Kopenhagen. Eigentlich sollte der Auftakt 2021 bereits in Dänemarks Metropole stattfinden, die Verschiebung der Fußball-EM zwang auch das Rad-Spektakel umzuplanen. Es ist der insgesamt 24. Auslandsstart der Grand Boucle.

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Favoris

Topfavorit ist Vorjahressieger Tadej Pogačar. Der 23-Jährige (Team UAE), der um den Hattrick fährt, präsentierte sich zuletzt bei der Generalprobe in starker Form, gewann die Slowenien-Rundfahrt. Größter Herausforderer ist Landsmann Primož Roglič, dem er 2020 beim hochdramatischen Zeitfahren am vorletzten Tag in La Super Planche des Belles Filles das Gelbe Trikot entrissen hatte.

Ein großer Vorteil: Pogačar hat auch sehr starke Kletterer wie den Polen Rafal Majka, Brandon McNulty (USA) und den Spanier Marc Soler an seiner Seite.

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Autriche

Mit einem ÖRV-Trio startet der Rennstall Bora-hansgrohe in die Tour. Der vorjährige Etappensieger Patrick Konrad wird von Felix Großschartner und Marco Haller begleitet. Sebastian Schönberger gibt im Pro-Team B&B Hotels-KTM sein Debüt. Hoffen dürfen Gregor Mühlberger (Movistar) und Michael Gogl (Alpecin).

Accident

Es geht immer hektisch bei der Tour zu. Ein Etappensieg kann einem Fahrer oder Team die ganze Saison retten. Entsprechend drohen bei den Sprintankünften wieder Massenstürze, etwa auf der zweiten und dritten Etappe in Dänemark. Aber auch auf Abfahrten wird mehr riskiert. Wer will schon die Tour bergab verlieren? Und die Fanmassen? 2021 wurde der Deutsche Tony Martin durch ein Pappschild vom Rad gerissen. Die Frau, die damit schlicht ihre Oma grüßen wollte, wurde verurteilt.

Points forts

Das große Highlight ist die zwölfte Etappe, wenn es hinauf nach Alpe d'Huez hinaufgeht. Mit 4750 Höhenmetern über den Col du Galibier, den Col de la Croix de Fer und dem Schlussanstieg zur Skistation bietet die Königsetappe eine echte Kletterpartie. Insgesamt warten sechs Bergankünfte. Aber auch sonst hat diese Rundfahrt einiges zu bieten. Auf der zweiten und dritten Etappe könnten Windkanten für Überraschungen sorgen. Auf der fünften Etappe, die vor dem Eingang zum berüchtigten Wald von Arenberg endet, wartet Frankreichs härtestes Kopfsteinpflaster. Der Gesamtsieger dürfte am vorletzten Tag nach dem 40,7 Kilometer langen Einzelzeitfahren nach Rocamadour feststehen.

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Corona

Bei der einwöchigen Tour de Suisse mussten im Zuge der Corona-Welle mehr als 40 Fahrer aussteigen. 2020 und 2021 hatte sich der Tour-Tross strikt isoliert und in einer eigenen Blase bewegt. Das Konzept funktionierte, es gab keinen Positiv-Fall. Seit dieser Saison hat der Weltverband UCI die Regeln gelockert. Geplant war, dass alle Fahrer einen negativen Test vor Start vorweisen müssen und an Ruhetagen getestet werden. Ob das hält?

(FIN/DPA)