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Nach dem Abtreibungsurteil des Obersten Gerichtshofs haben sich Menschen vor dem Supreme Court in Washington versammelt - die einen feierten die Entscheidung, die anderen zeigten sich entsetzt.
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Frage & Antwort

Abtreibungsrecht gekippt: Was das Urteil für die USA bedeutet

Wieso hat der Supreme Court das Grundsatzteil "Roe vs. Wade" aus dem Jahr 1973 eigentlich ausgehebelt? Waren die Republikaner immer gegen Abtreibungen? Und kann der Kongress oder das Kabinett Biden etwas dagegen tun? Fragen und Antworten zur wegweisenden Entscheidung des Obersten Gerichtshofs.

Der Oberste Gerichtshof der USA hat vergangene Woche eine wegweisende Entscheidung bekannt gegeben: Er hat das liberale Abtreibungsrecht im Land gekippt. Die Reaktionen darauf ließen nicht lange auf sich warten. Tausende Menschen gingen am Wochenende auf die Straße - die einen jubeln und feiern das Urteil des Supreme Courts, die anderen sind entsetzt. Zahlreiche Staaten führen neue Gesetze ein.

Viel ist aber noch unklar. Etwa, ob die neuen Verbote rechtlichen Herausforderungen standhalten werden; ob Frauen, die von Bundesstaaten mit restriktiven Abtreibungsverboten in liberale Bundesstaaten reisen, um dort eine Schwangerschaft abzubrechen, Strafen drohen; oder ob der Supreme Court weitere Gesetze in Angriff nehmen könnte. Im Folgenden Antworten auf einige aktuell aufkommende Fragen.

Was genau hat der Supreme Court entschieden?

Seit 1973 galt in den USA das Grundsatzurteil "Roe vs Wade", das Abtreibungen bis zur Lebensfähigkeit des Fötus außerhalb des Mutterleibes erlaubt hatte - in etwa bis zur 24. Schwangerschaftswoche. (Was wohlgemerkt deutlich liberaler gestaltet ist als in anderen Staaten. In Österreich gibt es die sogenannte "Fristenlösung", Schwangerschaftsabbrüche sind demnach in den ersten drei Monaten straffrei. Lesen Sie hier mehr dazu)