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Rot-Weiß-Rot-Karte

Arbeitsmigranten sind in Österreich begehrt

IT-Experten sind immer und überall gefragt.
Getty Images
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Immer mehr Unternehmen blicken bei der Personalsuche über die EU-Grenzen hinaus. Doch die Verfahren für die Aufenthaltserlaubnis sind kompliziert. Eine Reform soll das ändern.

Österreich mag ein Zuwanderungsland sein. Doch wer nicht aus einem EU-Land kommt, hat es nicht leicht, zum Arbeiten einzuwandern. Österreich ist bei der Arbeitsmigration aus Drittstaaten restriktiv. Schlüsselkräfte müssen ein aufwendiges Verfahren durchlaufen, um eine Rot-Weiß-Rot-Karte zu erhalten. Dieses sollte an sich einige Wochen dauern, tatsächlich vergehen oft viele Monate, bis die Karte ausgestellt wird. Sie gilt für zwei Jahre und berechtigt zur befristeten Niederlassung und Beschäftigung bei einem bestimmten Arbeitgeber. Das Arbeitsmarktservice (AMS) beurteilt, ob die arbeitsrechtlichen Voraussetzungen vorliegen. Voriges Jahr erteilte das AMS 3881 positive Gutachten für Rot-Weiß-Rot-Karten. Der Großteil der Anträge betraf Anwärter aus der Informations- und Kommunikationstechnologie, einem Bereich, in dem es wegen der hohen Anforderungen grundsätzlich immer zu wenig Leute gibt.

Firmen, die Menschen aus Drittstaaten holen, konkurrieren mit anderen Unternehmen auf der ganzen Welt. Da können ein paar Wochen hin oder her entscheidend sein. Im schlimmsten Fall springt der Bewerber im Prozess ab, wenn er zu lang dauert. Wegen des Arbeitskräftemangels blickt eine wachsende Zahl an Firmen bei der Personalsuche über die EU-Grenzen hinaus. „Immer mehr traditionelle Unternehmen bemerken, dass der österreichische Arbeitsmarkt das nicht mehr hergibt und versuchen erstmals international zu rekrutieren“, sagt René Tritscher, Leiter der Austrian Business Agency (ABA).