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Österreichweit

Influenza-Impfprogramm für Erwachsene kommt im Herbst 2023

IMAGO/Michael Schick
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Die Grippe-Impfung wird österreichweit deutlich kostengünstiger angeboten werden. Die Patienten müssen dafür nur mehr die Rezeptgebühr bezahlen.

Es sei ein „historischer Beschluss“ zu dem man sich durchgerungen habe, betonten am Freitag Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne), Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) und der Vorstand der Sozialversicherungen, Peter Lehner. Er lautet: Die Grippe-Impfung wird künftig für alle Erwachsenen österreichweit deutlich kostengünstiger angeboten. Die Patienten müssen dafür nur mehr die Rezeptgebühr bezahlen. Darauf haben sich Bund, Länder und Sozialversicherungen geeinigt. Umgesetzt werden soll das Vorhaben im Herbst 2023.

Denn: „Wir haben durch die Coronapandemie einiges gelernt, auch, dass wir im internationalen Vergleich bei den Durchimpfungsraten immer deutlich schlechter abschneiden als die anderen“, sagte Rauch. Sie liege in Wien „in Spitzenzeiten" bei 20 Prozent, in anderen Bundesländern bei acht bis zehn Prozent. Außerdem sei es „in anderen Ländern Standard, ein Impfprogramm zu haben“, so der Minister.

Es einzuführen, stünde schon lange auf der politischen Agenda - nun aber mehr denn je, da das Risiko gegeben sei, dass es andernfalls zu einer Entlastung der Spitäler kommen könnte, wenn zum Beispiel eine Grippe- mit einer Corona-Welle zusammenfalle.

Hacker nannte die Einigung einen „großartigen Erfolg". Man teile sich die Kosten, alle Bundesländer stehen hinter dem Beschluss. Allerdings bringt das Programm für die Bewohner der Bundeshauptstadt keine Vorteile, denn die Stadt Wien bot zuletzt Gratis-Impfaktionen an. Lehner hob hervor, dass die Impfung auch in den E-Impfpass eingetragen wird.

Dank geht nach Vorarlberg

Alle drei dankten der Vorarlberger Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP), der es ganz wesentlich zu verdanken sei, dass es zu einer Einigung gekommen sei. Rüscher war im ersten Halbjahr Vorsitzende der Landesgesundheitsreferentinnen und -referenten, da Vorarlberg den Vorsitz der Landeshauptleutekonferenz inne hatte und für das zweite Halbjahr den Vorsitz nun an Wien übergab.

(Red./APA)