Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Verleihung

Filmpreis im MeToo-Schatten

Der Arbeitsplatz Film müsse endlich angstfrei werden, forderten Verena Altenberger und Arash T. Riahi, das Präsidentenduo der Akademie des Österreichischen Films.
Der Arbeitsplatz Film müsse endlich angstfrei werden, forderten Verena Altenberger und Arash T. Riahi, das Präsidentenduo der Akademie des Österreichischen Films.APA/TOBIAS STEINMAURER
  • Drucken

Die heimische Filmbranche feierte sich selbst bei der Filmpreis-Gala in Grafenegg. Das große Thema waren aber sexuelle Übergriffe.

Sie hatte schon bei ihrem Gang auf die Bühne den mit Abstand lautesten Jubel zu verzeichnen – und sie lieferte die eindrücklichste Botschaft des Abends: „Ich bin gerade einmal zwanzig Jahre alt“, sagte Luna Jordan, als sie am Donnerstagabend bei der Verleihung des Österreichischen Filmpreises für ihre Rolle in „Fuchs im Bau“ als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet wurde, „und ich bin schon vier Mal Opfer von sexuellem Missbrauch an Filmsets oder am Theater geworden. Das sollte nicht normal sein.“

Die Berliner Schauspielerin verdeutlichte damit, was in den letzten Wochen in den sozialen Medien hochgekocht war und auch bei der Gala im niederösterreichischen Grafenegg (wo der Filmpreis alle zwei Jahre Station macht) das vorherrschende Thema war: In der österreichischen Kulturszene – insbesondere in der Filmbranche – seien sexualisierte Übergriffe und Machtmissbrauch weit verbreitet, klagen einige Filmemacherinnen.