Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Musikverein

Goldene Stunde für Bruckners größte Symphonie

Markus Poschner mit der Urfassung der Achten und einer Uraufführung.

Am Boden zerstört war Anton Bruckner 1887, weil die Partitur seiner Symphonie Nr. 8 beim verehrten Dirigenten Hermann Levi nur Haareraufen und Kopfschütteln hervorgerufen hatte. Jubelstürme entfachte nun genau diese erste Fassung des zyklopischen Werks im Wiener Musikverein unter Leitung von Markus Poschner beim 50. Auftritt des Bruckner Orchesters Linz im Goldenen Saal.

Gerade die Achte ist ja ein Sonderfall: Durch Levis Ablehnung sah sich Bruckner unmittelbar zur Umarbeitung genötigt, nicht erst später, nach Komposition einer ganz anderen Symphonie. Das macht die Fassungen der Achten ähnlicher als andere Geschwister unter Bruckners Mehrlingsgeburten. Dass der Stirnsatz hier noch mit dem Hauptthema in tosendem C-Dur endet statt in resignativem Verlöschen, ist der bekannteste Unterschied in der so gut wie unbekannten Fassung.