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Konzert

Die Toten Hosen im Stadion: Ein Bommerlunder auf Ernst Happel

KONZERT DIE TOTEN HOSEN +++EDITORIAL USE ONLY - NO SALES+++
Campino, auch schon 60, ging kaum runter vom Gaspedal bei seinem 34. Wien-Konzert.APA/TOBIAS STEINMAURER
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Zum 40-Jahr-Jubiläum gastierten die deutschen Punkrocker im Wiener Ernst-Happel-Stadion: eine ideale Umgebung für eine Band, deren Geschichte und Fankultur von Fußball-Riten geprägt ist. Mit ungebrochener Energie spielten Campino und Co. ihre Hits – und ehrten Ernst Happel.

Beim FC Bayern München war Ernst Happel, österreichische Fußballlegende und Namenspate der größten Wiener Konzertlocation, nie. Aber wäre er auch wirklich „nie im Leben“ zu Bayern gegangen, „diesem Scheißverein“, wie die Toten Hosen in ihrer Anti-Hymne von 1999 singen? Ihm zu Ehren spielte die Düsseldorfer Band das Lied bei ihrem Wiener Stadionkonzert am Samstag, nicht ohne kokett-großspurige Anmoderation durch Sänger Campino: Hier in Wien müsse man auch über „die großen Denker des letzten Jahrhunderts reden“, und das sei, neben Mahatma Gandhi und Martin Luther King, eben auch Ernst Happel, der über die deutschen Fußballspieler einst gesagt hatte, diese seien „steifer als ein Bleistift“, wie Campino amüsiert zitierte. Und anfügte: „Ich darf Ernst zu ihm sagen.“

Vor dem Wiener Publikum fühlten sie sich sichtlich wohl, die deutschen Stadion-Punkrocker, die gerade eine Tour zum 40. Bandjubiläum absolvieren, aber vor allem waren sie dank der Verlegung des Konzerts von der Krieau ins Prateroval quasi in ihrem natürlichen Habitat: Die Toten Hosen im Fußballstadion, das passt.