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Bankgeschäfte

Unicredit prüft Verkauf der russischen Tochter

Die Bank-Austria-Mutter plant einen Deal mit Möglichkeit zur Rücknahme nach Ende des Ukraine-Konflikts.

Die italienische Bank-Austria-Mutter Unicredit prüft einen nicht endgültigen Verkauf ihrer Tochtergesellschaft in Russland, mit der Möglichkeit, diese zurückzunehmen, sobald der Konflikt in der Ukraine und die Sanktionen gelöst sind. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag. Die Bank gab dazu keinen Kommentar ab.

Dem Bericht zufolge ist die Unicredit, deren russische Tochtergesellschaft über ein Kapital von 2,6 Milliarden Euro und etwa 4000 Mitarbeiter verfügt, nicht die einzige westliche Bank, die ein solches Vorgehen in Russland prüft. Nicht ausgeschlossen wird, dass UniCredit sich für den Verkauf an Dritte in der Türkei, Indien, China oder sogar Moskau "anlehnen" könnte.

Die Idee eines Verkaufs der russischen Tochtergesellschaft liegt schon seit einiger Zeit auf dem Tisch des Unicredit-Managements, das kürzlich ihr Engagement in Russland um zwei Milliarden Euro reduziert hat. Im Mai hatte Bankchef Andrea Orcel gesagt, die Chancen auf einen Deal mit einem russischen Käufer würden durch die westlichen Sanktionen gegen Russland immer mehr geschmälert.

(APA)