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Umwelt

Weniger Pestizide: Offener Brief der NGOs

THEMENBILD/ARCHIVBILD: PESTIZIDE / PESTIZIDVERBOT / PFLANZENSCHUTZMITTEL
Wie stark Pestizide reduziert werden, wird von den konkreten Bestimmungen zur UMsetzung dieses EU-Ziels abhängen(c) APA/DPA/ARNE DEDERT (DPA/ARNE DEDERT)
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In der kommenden Woche beginnen die Verhandlungen, wie das vor kurzem beschlossene Zurückschrauben des Pestizid-Einsatzes konkret umgesetzt werden kann.

Auf der Ebene von Experten und Beamten vertieft sich in der kommenden Woche eine Arbeitsgruppe in die technischen Details, wie umgesetzt werden soll, dass der Einsatz von Pestiziden verringert werden soll. Vor kurzem hat die EU-Kommission beschlossen, dass die Menge von Agrochemikalien bis 2030 halbiert werden soll.

Einer der Knackpunkte ist die Frage, wie der Rückgang gemessen werden kann: Derzeit steht nur ein Indikator zur Verfügung, der allerdings kaum praxistauglich ist. „Dieser Harmonisierte Risiko-Indikator“ (HRN-1) stellt das toxische Risiko von synthetischen Pflanzenschutzmitteln nur in unzureichendem Ausmaß dar. Dadurch werden die Pflanzenschutzmittel natürlichen Ursprungs tendenziell benachteiligt.

Bei der Beschlussfassung des 50 Prozent-Ziel wurde deshalb eine kurzfristige Evaluierung des HRN-1 verordnet – ein Hinweis darauf, dass mit Nachdruck nach einer alternativen Methode gesucht wird. Somit kommen den Gesprächen in der kommenden Woche für das Reduktionsziel zentrale Bedeutung zu.

Diskutiert wird auch über den Entwurf einer Verordnung, mit der das Ziel praxistauglich festgezurrt werden soll.