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Neues Konzept für Dollfuß-Museum

Dollfuß' Rede am Trabrennplatz im September 1933.
Dollfuß' Rede am Trabrennplatz im September 1933.(c) Ernst & Hilscher / ÖNB-Bildarchiv / picturedesk.com (Ernst & Hilscher)
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Renommierte Wissenschaftler begleiten den Neubeginn in Texing.

Das Dollfuß-Museum im niederösterreichischen Texing wird neu gestaltet. Das neue Konzept soll bis Mitte kommenden Jahres stehen, wie der damit beauftragte Verein „Merkwürdig“ bekannt gab. Das Museum befasst sich mit dem aus der Gemeinde Texingtal stammenden früheren Bundeskanzler Engelbert Dollfuß, der 1933 das Parlament ausschalten ließ und danach autoritär regierte.

Zum öffentlichen Thema wurde das Museum, als der Texingtaler Bürgermeister Gerhard Karner Innenminister wurde. Damals wurde der unkritische Umgang mit der historischen Figur Dollfuß angeprangert. Das Museum gilt als Wallfahrtsort für Dollfuß-Anhänger. Karner hatte damals betont, dass er ohnehin schon eine Umgestaltung des Museum unter Einbindung von Historikern geplant habe.

Prominenter Beirat

Nun kommt es tatsächlich dazu. Der Verein Merkwürdig, der auch die KZ-Gedenkstelle für das Mauthausen-Außenlager in Melk betreut, hat für die Neukonzeption des Museums in Texing einen wissenschaftlichen Beirat mit renommierten Historikern zusammengestellt, der es unwahrscheinlich erscheinen lässt, dass das Museum weiterhin eine unkritische Dollfuß-Ausstellung bleibt. Mitglieder sind unter anderem der emeritierte Universitätsprofessor Ernst Bruckmüller von der Uni Wien sowie Ernst Langthaler, Vorstand des Instituts für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Uni Linz.

Auch eine ausgewiesene Dollfuß-Expertin ist dabei: Lucile Dreidemy vom Zeitgeschichteinstitut der Uni Wien hat sich in wissenschaftlichen Arbeiten mit dem Dollfuß-Mythos beschäftigt und dabei auch das derzeitige Dollfuß-Museum in Texing sehr kritisch beurteilt.


[SMIPQ]

(maf)