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Morgenglosse

Endlich lernt man in der Schule, wie man mit Geld umgeht

imago images/Michael Weber
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Mit dem Finanzwissen ist es nicht weit her in diesem Land.

Mehr als die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher fühlen sich unsicher in finanziellen Fragen. Diese Umfragen sind bekannt. Und wie viele sich für ausreichend informiert halten, es aber nicht sind, bleibt dahingestellt.

Mit dem Finanzwissen ist es nicht weit her in diesem Land. Dabei sollte eigentlich jedem Menschen klar sein, dass eine Aktie ein höheres Risiko birgt als der gute alte Bausparvertrag. Tatsächlich wissen aber viele nicht, dass höhere Renditen auch ein höheres Risiko bedeuten.

Wer in Österreich in einem bildungsfernen Haushalt aufwächst, trägt dieses Manko sein ganzes Leben lang mit. Wer Glück hat, erhält Finanzbildung im Elternhaus. Wenn auch schon den Eltern der Bezug zum Geld fehlt, dann gibt es kaum eine Chance, dieses Defizit aufzuholen.

Kein Wunder also, dass Menschen mit geringer finanzieller Bildung eher ihr Girokonto überziehen, zu teure Kredite aufnehmen und  sich nicht um ihre Altersvorsorge kümmern. Keine Regierung versäumte zu betonen, wie wichtig es ist, Finanzbildung in die Schulen zu bringen. Passiert ist bislang nicht viel.

Im September startet nun ein Pilotprojekt. Wirtschaftsbildung wird als eigenes Fach eingeführt. Vorerst zwar nur in 30 Schulen in acht Bundesländern verteilt. Aber immerhin.

Bis 2026 dauert das kleine Pilotprojekt. Die allermeisten Schülerinnen und Schüler werden bis dahin wie bisher maturieren, ohne einen Lohnsteuerausgleich richtig ausfüllen zu können oder zu wissen, worauf sie bei einem Handyvertrag achten müssen. Aber zumindest wird das Problem der mangelnden Finanzbildung endlich angegangen.