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Österreich

16.000 Anmeldungen für 1850 Plätze im Medizinstudium

Archivbild: Testteilnehmer im Rahmen eines Aufnahmetests für das Medizinstudium
Archivbild: Testteilnehmer im Rahmen eines Aufnahmetests für das MedizinstudiumAPA/ERWIN SCHERIAU
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Österreichweit werden heuer um 110 Studienplätze mehr vergeben als im Vorjahr. Anders als 2021 ist ein 3G-Nachweis für eine Teilnahme nicht mehr erforderlich, wohl aber eine FFP2-Maske.

Knapp 16.000 Personen haben sich heuer für den Aufnahmetest für das Medizinstudium am Freitag (8. Juli) angemeldet. Zu vergeben sind an den Medizin-Unis Wien, Innsbruck und Graz bzw. an der Uni Linz heuer 1850 Studienplätze und damit um 110 mehr als im Vorjahr. Anders als 2021 ist ein 3G-Nachweis (geimpft, getestet, genesen) für eine Teilnahme nicht mehr erforderlich, nach wie vor gilt aber abgesehen vom eigenen Platz eine FFP2-Maskenpflicht.

Die Chancen auf einen Studienplatz stehen heuer etwas besser als in den beiden vergangenen Jahren. Im Vorjahr gab es mit 18.000 Anmeldungen deutlich mehr Studienwerber, dazu kommen die zusätzlichen Studienplätze. 70 davon entstehen in Linz, 20 in Wien und je zehn in Graz und Innsbruck. Insgesamt werden damit an der Medizinischen Universität Wien 760 Plätze für Human- bzw. Zahnmedizin angeboten, an der Medizinischen Universität Innsbruck 410, an der Medizinischen Universität Graz 370 und in Linz 310.

7881 Personen wollen nach Wien

An der Medizin-Uni Wien haben sich diesmal 7881 Personen angemeldet, damit kommen mehr als zehn Interessenten auf einen Studienplatz. An der Medizin-Uni Innsbruck gab es 3.350 Anmeldungen (rund acht Bewerbungen pro Studienplatz), an der Medizin-Uni Graz 2.650 (rund sieben Bewerbungen pro Platz) und an der Uni Linz 1.907 (rund sechs Bewerbungen pro Platz). Im Regelfall erscheinen rund 80 Prozent der Angemeldeten am Testtag auch tatsächlich zur Prüfung.

Das Aufnahmeverfahren dauert (inklusive Mittagspause) rund acht Stunden: Abgeprüft wird das schulische Vorwissen aus Biologie, Chemie, Physik und Mathematik, Lesekompetenz und Textverständnis sowie kognitive Fertigkeiten (Zahlenfolge, Gedächtnis und Merkfähigkeit, Figuren zusammensetzen, Wortflüssigkeit, Implikationen erkennen). Im Testteil "Sozial-emotionale Kompetenzen" müssen die Bewerber anhand der Beschreibung einer Situation feststellen, wie sich ihr Gegenüber fühlt, bzw. anstehende Entscheidungen hinsichtlich ihrer Bedeutung reihen. Angehende Zahnmediziner müssen statt Textverständnis und dem Erkennen von Implikationen manuelle Fertigkeiten nachweisen.

Matura ist noch keine Voraussetzung

Für den Antritt beim Test ist die Matura noch nicht Voraussetzung - das Maturazeugnis muss erst im Rahmen der Zulassung vorgelegt werden. In der Humanmedizin gehen mindestens 95 Prozent der Studienplätze an allen Unis an Kandidaten aus der EU und mindestens 75 Prozent an Studienwerber mit österreichischem Maturazeugnis. In der Zahnmedizin werden die Plätze unabhängig von der Nationalität an die Bewerber mit dem besten Testergebnis vergeben.

Erstmals bestand die Möglichkeit, eine bestimmte Anzahl an Medizin-Studienplätzen für Aufgaben im öffentlichen Interesse zu reservieren. Trotz des von vielen Seiten kommenden Rufs etwa nach mehr Kassenärzten am Land wurde das Modell allerdings kaum genutzt, einzig das Bundesheer hat sich zehn Studienplätze an der Medizin-Uni Wien gesichert. Die Kandidaten dafür müssen am normalen Aufnahmetest teilnehmen, aber nicht wie üblich unter den besten 680 Humanmedizin-Studienwerbern sein. Stattdessen reichen 75 Prozent der Punkteanzahl aller angetretenen Bewerberinnen und Bewerber.

(APA)