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Schienen-Control prüft Antrag

Westbahn will bis Innsbruck fahren

APA/GEORG HOCHMUTH
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Der Westbahn-Antrag zur Ausweitung ihres Streckennetzes könnte zu spät für Umsetzung zum Fahrplanwechsel erfolgt sein. Die ÖBB beantragte eine Prüfung des wirtschaftlichen Gleichgewichts.

Die Schienen-Control-Kommission prüft derzeit den Antrag der mehrheitlich private Westbahn, die ab dem Fahrplanwechsel im Dezember fünf Mal täglich von Wien nach Innsbruck und retour fahren will. Den Antrag für die neue Strecke hat die Westbahn beim heimischen Eisenbahnregulator im April gestellt. Die ÖBB beantragte daraufhin eine Prüfung des wirtschaftlichen Gleichgewichts. Dafür sind aber noch Unterlagen beider Parteien ausständig, um Stellungnahmen wurde bereits gebeten.

Das sagte Schienen-Control-Geschäftsführerin Maria-Theresia Röhsler am Mittwoch der APA. Für die Entscheidung hat die Regulierungsstelle dann sechs Wochen nach Eingang aller relevanten Informationen Zeit.

Die Westbahn hat ihr Vorhaben "um einiges zu spät gemeldet", sagte Röhsler. Damit sei sie auch "das Risiko eingegangen, dass die Entscheidung nicht rechtzeitig vor dem Fahrplanwechsel getroffen werden kann", erläuterte die Geschäftsführerin. Der Antrag hätte bereits im Juni 2021 gestellt werden müssen. Denn die Absicht, einen neuen Schienenpersonenverkehrsdienst zu betreiben, ist bei der Schienen-Control mindestens 18 Monate vor Inkrafttreten des Netzfahrplans, auf den sich die Bestellung von Fahrwegkapazität beziehen soll, zu melden. Die ÖBB hatte im Anschluss die Prüfung beantragt, ob der neue Schienenpersonenverkehrsdienst das wirtschaftliche Gleichgewicht seines öffentlichen Dienstleistungsauftrags gefährden würde.

In der Anmeldung des neuen Schienenpersonenverkehrsdienstes hat die Westbahn angegeben, fünfmal täglich zwischen Wien und Innsbruck zu fahren, mit je 506 Sitzplätzen. Abfahrtszeiten am Wiener Westbahnhof sind jeweils um 6.12, 8.12, 10.12, 12.12 und 17.12 Uhr, Fahrzeit jeweils vier Stunden 17 Minuten. Abfahrtszeiten in Innsbruck sind mit 6.31, 11.31, 13.31, 15.31 und 17.31 Uhr angegeben, die Fahrzeit soll ebenso vier Stunden 17 Minuten betragen. Die Züge sollen in Wien Hütteldorf, St. Pölten, Amstetten, Linz, Wels, Attnang-Puchheim, Vöcklabruck, Salzburg, Kufstein, Wörgl und Innsbruck halten, steht in der Anmeldung.

(APA)

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