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Klimaforschung

Warum das Methan in der Atmosphäre so rasant zunimmt

Das Okavango-Delta in Botswana: Solche Feuchtegebiete setzen bei steigenden Temperaturen mehr Methan frei.(c) imago images/YAY Images (Alberto Carrera via www.imago-images.de)
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Eine Studie erhärtet den Verdacht, dass die Erderwärmung selbst die Menge des Treibhausgases steigen lässt – ein Teufelskreis.

Methan ist das große Thema. Erdgas, von dem wir gerade zu wenig haben, ist ein Stoffgemisch, das hauptsächlich aus dem energiereichem Methan besteht. Zu viel von diesem CH4 haben wir in der Erdatmosphäre. Als aggressives Treibhausgas, das 20 bis 30 Prozent zur Erderwärmung beiträgt, gibt es den Wissenschaftlern ein beunruhigendes Rätsel auf: Seine Konzentration steigt viel schneller, als es die Modelle vorausgesagt haben, und auch rascher als bei den anderen klimaschädlichen Gasen. Damit sehen es nicht wenige schon als das größte Hindernis für die Erreichung der Klimaziele von Paris.

Dabei war die Menge noch von 2000 bis 2007 ziemlich stabil. Dann aber nahm sie rasch zu. Nur noch Rekorde gibt es bei den Zuwachsraten seit 2020 – just jenem Jahr, wo weltweite Lockdowns eigentlich für eine Entspannung hätten sorgen sollen. Denn gut ein Fünftel der Emissionen fällt beim Abbau von fossilen Energieträgern an: Methan entweicht durch Lecks bei Förderanlagen und Pipelines für Erdgas oder Erdöl und aus den Lüftungsöffnungen in Kohlebergwerken. Daran kann der dramatische Anstieg also kaum liegen. Auch nicht an wiederkäuenden Kühen und Schafen oder dem Nassreisanbau (mit in Summe rund einem Drittel Anteil an den Emissionen), denn die landwirtschaftliche Produktion wächst gleichmäßiger. Woran also dann?