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Gastkommentar

Schluss mit dem Krieg in der Ukraine!

(c) Peter Kufner
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Der ohne Zweifel gerechte Verteidigungskampf von Wolodymyr Selenskij wird den tausendfachen Tod bedeuten. Über die normative Kraft des Faktischen und das Primat des Lebens.

Zum Autor:

Prof. DDr. Antal Festetics (geb. 1937) studierte Zoologie in Wien und lehrt Wildbiologie an der Universität Göttingen. Einem Millionenpublikum wurde er durch seine TV-Sendungen „Wildtiere und wir“ bekannt.

Es bleibt dabei, der russische Präsident, Wladimir Putin, hat sich zum weltweit verhassten Tyrannen gemausert, wie ich bereits am 18. April in einem Gastkommentar in der „Presse“ geschrieben habe. Wladimir Putin lässt weiter die Zivilbevölkerung der Ukraine morden, einschließlich Kinder und Kranken. Seine Raketen treffen wahllos Kindergärten und Krankenhäuser.

Aber wie soll das alles weitergehen? Grausame Hochrechnungen sagen voraus, wie viele Tote es auf beiden Seiten noch geben wird, abgesehen von den zerstörten Kulturgütern in der Ukraine, der Wirtschaftskatastrophe und Millionen von vertriebenen Menschen.

Immer mehr Waffen

Der ukrainische Präsident, Wolodymyr Selenskij, hingegen hat sich zum weltweit sympathischen Freiheitskämpfer gemausert. Er fordert täglich immer mehr Waffen vom Westen. In seinen Videobotschaften spricht er jeweils einzeln die betreffenden Staatsführer an. Persönlich und mit historischen Vergleichen, originell, hintergründig, manchmal auch vorwurfsvoll, je nach Adressat.

Was sich in seinem Land abspielt, ist mittlerweile zu einem Stellvertreterkrieg geworden. Deutschland als historischer Sonderfall war gut beraten, zögerlich zu reagieren angesichts des letzten Krieges, in dem Adolf Hitlers Wehrmacht und Waffen-SS Millionen russischer Menschen ermordet haben. Für die Vereinigten Staaten hingegen schien der russische Überfall auf die Ukraine ein willkommener Anlass, ihre bekannt kriegerischen Ambitionen unter dem euphemistischen Mäntelchen von Weltgerechtigkeit wieder einmal ausleben zu können.
Es gehört bereits zur wahrhaft teuflischen Tradition der Wahlkämpfe in den USA, dass diese von der Waffenindustrie finanziert werden. Wie wir das ja schon bei George „Dabelju“ Bush und Donald Trump erlebt haben.

Gewinnt nun der solcherart „bewaffnete“ Präsidentschaftskandidat, muss er sich dadurch revanchieren, dass er der Waffenindustrie irgendwo auf der Welt eine mörderische Spielwiese zum Bombenabwurf in Aussicht stellt. Bei Bush war es der Irak, bei Trump allerdings konnte seine Abwahl das Unglück verhindern. Sein Besieger, Joe Biden, ist zwar Demokrat nach dem Parteibuch, er ist jedoch nichtsdestoweniger ein fleißiger Waffenlieferant der ersten Stunde an den ukrainischen Präsidenten, Wolodymyr Selenskij. Dieser wiederum ist unverdrossen bemüht, mit militärisch sinnlosen Durchhalteparolen die zweitgrößte Armee der Welt in die Knie zwingen zu wollen.