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Ausstellung

Albertina: Staunen lernen mit Tony Cragg

Tony Cragg, "Dickicht" aus Stahl, von 2016Tony Cragg/Bildrecht
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Formen aus einer unergründlichen Natur, die sich türmen und verschlingen: Eine so schlichte wie eindrucksvolle Schau zeigt jüngere Werke des englischen Bildhauers.

Als Kind versteckte sich Tony Cragg in Hecken. Diesen herrlichen Hecken, die in Südengland noch um die Felder wuchern: ein wildes Dickicht, verwirrend verschlungen, voller Geheimnisse. Und eine Gegenwelt zur öden, kargen Monokultur daneben, auf denen vernünftige Erwachsene nützliche Dinge produzieren und später verpacken – in kubische Kessel und rechteckige Kartons. Verarmte Formen einer industrialisierten Welt, in der man das Staunen über die Natur und ihre Stoffe verlernt hat.

Cragg, aus den Hecken vertrieben, hat sich dieses Staunen bewahrt, indem er Künstler wurde. Ein Bildhauer, dem das Material über alles geht, der es faltet und fügt, stapelt und schichtet, bis auch wir Betrachter das Wundersame darin entdecken. Wie vor diesem „Dickicht“ von Bändern aus oxidiertem Stahl, das nun in der Ausstellung in der Albertina zu sehen ist.