Streit um Insel

Beziehungen zu Taiwan: China warnt USA vor "willkürlicher Provokation"

Zivilisten üben in Taiwan den Umgang mit der Waffe in Neu-Taipeh.
Zivilisten üben in Taiwan den Umgang mit der Waffe in Neu-Taipeh.APA/AFP/SAM YEH
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Der Befehlshaber der chinesischen Streitkräfte fordert die USA auf, ihre militärische Beziehungen zu Taiwan einzustellen.

Ein ranghoher chinesischer Offizier hat seinen US-Kollegen am Donnerstag gewarnt, dass jegliche willkürliche Provokation auf einen entschlossenen Gegenschlag Chinas stoßen würde. Li Zuocheng, Chinas Generalstabschef und militärischer Befehlshaber der Streitkräfte, hat die Vereinigten Staaten erneut aufgefordert, die militärischen Beziehungen zu Taiwan einzustellen.

"Wenn jemand willkürlich provoziert, wird das chinesische Volk unweigerlich mit einem entschlossenen Gegenschlag reagieren", sagte er Mark Milley, Vorsitzender des Vereinigten Generalstabs der Streitkräfte der USA, in einem Telefonat am Donnerstag. Chinas Militär werde seine Souveränität und territoriale Integrität entschlossen verteidigen, fügte Li hinzu und forderte, Erschütterungen der chinesisch-amerikanischen Beziehungen zu vermeiden. "General Milley erörterte die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen Umgangs mit dem Konflikt und der Aufrechterhaltung offener Kommunikationslinien", so Milleys Sprecher in einer Erklärung.

Die Regierung in Peking beansprucht die demokratisch regierte Insel für sich und will sie unter chinesische Kontrolle bringen. Die USA haben unter Präsident Biden Taiwan mehrmals eine "felsenfeste" Unterstützung zugesichert. China hat in der Vergangenheit mehrfach mit Manövern nahe der Insel seinen Anspruch unterstrichen.

(APA/Reuters)

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