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Glückssache

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

(c) Marin Goleminov
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Das Wertesystem der Berufseinsteiger ordnet sich neu. Im Job steigt das Bedürfnis danach, glücklich zu sein. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind gefordert, dies zu ermöglichen.

Während die Jobzufriedenheit am Arbeitsplatz seit Pandemiebeginn wieder steigt, sind die jüngeren Beschäftigten im Vergleich wenig motiviert und zufrieden. Nur 40 Prozent der 25- bis 34-Jährigen schätzt sich glücklich mit dem Arbeitgeber – der schlechteste Wert unter allen Altersgruppen der EY-Jobstudie.

Für Ricarda Rehwaldt, Geschäftsführerin bei Felicicon und Organisationsberaterin, ist diese Entwicklung positiv, denn „die Arbeit nimmt einen großen Platz in unserem Leben ein. Es ist verständlich, dass die Jüngeren hohe Erwartung und Ansprüche an ihren Arbeitgeber stellen. Glücklich zu sein und sein Talent entfalten zu können sollte längst selbstverständlich sein.“ Um dies zu erreichen, müssten Führungskräfte primär auf drei Faktoren achten: „Jeder Mitarbeiter muss wissen, welches Ziel anvisiert wird. Welchen Beitrag er dazu leisten kann. Und dass die Kollegen hinter ihm stehen“, sagt sie, „dann wird er auch mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr glücklich im Job sein.“

Das Streben nach Glück

In der Forschung, sagt Petra Eggenhofer-Rehart, Post-doc Researcher und Lehrende am Institut für verhaltenswissenschaftlich orientiertes Management der WU Wien, unterscheide man zwischen der Zufriedenheit und dem Glücksempfinden. Ersteres sei der Abstand zwischen der Erwartung in Bezug auf die Qualität der Führung sowie der Tätigkeit im Verhältnis zu den realen Arbeitsbedingungen. Die Glücksforschung umfasse angrenzende Bereiche, fokussiere jedoch stärker die positiven Emotionen am Arbeitsplatz.