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Geleakte Mails

Neues aus dem Fall #FreeBritney

13 Jahre ihres Lebens verbrachte Spears unter der Vormundschaft ihres Vaters.
13 Jahre ihres Lebens verbrachte Spears unter der Vormundschaft ihres Vaters.(c) imago images/E-PRESS PHOTO.com (Favier/E-PRESSPHOTO.COM, via www.imago-images.de)
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Britney Spears ehemalige Managerin Lou Taylor war offenbar an der Planung der Vormundschaft beteiligt, das legen kürzlich enthüllte E-Mails nahe. Zudem soll sie sich am Nachlass der Sängerin bereichert haben.

Es war November letzten Jahres, als Britney Spears ihre Freiheit zurückerhielt. In ihrem Fall bedeutete dies, das Ende der Vormundschaft durch ihren Vater. Seither lässt die 40-Jährige ihre Fans via soziale Medien an ihrem Leben teilhaben. Auf Instagram sprach sie darüber, wie sehr sie durch den Kampf gegen den eigenen Vater gewachsen sei, über einen Buchvertrag, ihren Wunsch nochmals Kinder zu kriegen, die Schwangerschaft, ihre Fehlgeburt. Erst kürzlich teilte sie Momente ihrer Hochzeit und Flitterwochen. Dabei wirkt sie befreit, fast ein wenig quirlig. Indessen versucht sie immer noch, jene Menschen, die an ihrer Vormundschaft direkt oder indirekt beteiligt waren, zur Verantwortung zu ziehen.

Eine davon ist ihre ehemalige Managerin Louis „Lou“ Taylor. Sie ist eine enge Vertraue von Spears Vater, Jamie Spears, und spielte offenbar eine relevante Rolle bei der Errichtung von Spears Vormundschaft im Jahr 2008. So zumindest die Behauptung ihres Anwalts Mathew Rosengart. Es gäbe E-Mails, die eine Verwicklung von Taylor in die Planung der Vormundschaft nahelegen. Die Managerin selbst bestreitet die Vorwürfe bisher.

Millionen von Dollar & Wanzen im Schlafzimmer

Im Prozess geht es nach wie vor um die Frage, ob und in welchem Ausmaß sich die Beteiligten - die Manager bei Tri Star - an Britneys Spears Nachlass bereichert haben. Schon letztes Jahr hatte Rosengart vor einem Gerichtsgebäude in der Innenstadt von Los Angeles davon gesprochen. „Sie (Britneys ehemalige Manager von Tri Star, Anm.d.R.) haben sich geweigert, diese Frage zu beantworten“, sagte der Anwalt damals.

In neuen Gerichtsakten, die am Freitag beim Los Angeles County Superior Court eingereicht wurden, ist von einer Bereicherung von mehr als 6 Millionen Dollar beziehungsweise 18 Millionen Dollar die Rede, das berichtet die „Los Angeles Times“. Taylor und ihre Firma sollen auch in die Überwachungsmaßnahmen verwickelt gewesen sein. Die Vorwürfe reichen von einer Kontrolle der Medikation Spears, der Überwachung ihres Handys bis hin zu Wanzen im Schlafzimmer.

Enthüllte E-Mails

Die Akten von Britney Spears Anwalt Rosengart umfassten zahlreiche Mails zwischen Spears Vater sowie seiner Anwältin und Lou Taylor. So etwa eine vom 17. Januar 2008, in der Taylor an Jamie Spears schrieb, dass der Anwalt Andrew Wallet und „Tri Star als Co-Konservator mit Ihnen tätig sein werden“. Wallet war damals beauftragt worden, Jamie Spears bei der Verwaltung des Nachlasses seiner Tochter zu helfen.

Am 30. Januar 2008 schickte Jamie Spears' Anwältin Geraldine Wyle eine E-Mail an Taylor, in der sie erwähnte, „ein Problem mit der Auswahl des Richters“ zu haben, weil der Richter, der am schnellsten verfügbar war, „Jamie nicht die Befugnis geben würde, B. Psychopharmaka zu verabreichen“.

Tri Star hat beantragt, die Vorladungen bezüglich dieser Informationen aufzuheben und für ungültig zu erklären. Der Anwalt des Unternehmens, Scott Edelman, nannte Rosengarts Einreichung „materiell irreführend“. Herausgepickte Auszüge aus E-Mails könnten die Tatsachen nicht ändern, hieß es in einem Statement, das der „Los Angeles Times“ vorliegt. Taylor und Tri Star wurden im Januar 2010 offiziell als Business-Manager von Britney Spears eingestellt.

(evdin)