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Streamingtipps

Diese 7 Filme machen Flughafenchaos erträglich

Verspätungen, Verschiebungen, Annullierungen, endlose Wartezeiten: Flughäfen haben derzeit einen schlechten Ruf. Viele gute Filme küren sie trotzdem zum Schauplatz: Sieben Empfehlungen, von „The Terminal“ bis „Stirb langsam 2“.

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The Terminal

Von Steven Spielberg, 2004
Zu sehen auf Amazon

Flughäfen sind wohl für die wenigsten von uns Sehnsuchtsorte, aber derzeit stehen sie in besonders schlechtem Ruf. Schlagzeilen über diese Knotenpunkte des Luftverkehrs künden noch öfter als üblich von „Chaos“, Reisende klagen über gehäufte Verspätungen und Annullierungen, kurzfristige Verschiebungen und endlose Wartezeiten. Was besonders nervt, wenn man in einem Transitraum feststeckt, den der französische Anthropologe Marc Augé einst als Musterbeispiel für einen „Nicht-Ort“ bezeichnete, der „keine besondere Identität und keine besondere Relation, sondern Einsamkeit und Ähnlichkeit“ schaffe.
Sollten Sie diese Zeilen auf einer Flughafenwartebank mit einem wässrigen Automatenkaffee in der Hand lesen, trösten Sie sich damit, dass es Ihnen nicht ergeht wie Tom Hanks in „The Terminal“: Steven Spielbergs teils auf einem wahren Fall fußende Dramedy handelt von einem US-Touristen aus einem fiktiven osteuropäischen Land, dem nach einem Staatsstreich in seiner Heimat jegliche Weiterreise behördlich versagt wird. Und der sich nolens volens auf dem New Yorker Flughafen JFK einrichtet, dort schläft, einen Job findet, mit der Zeit Englisch lernt. Erst nach neun Monaten steigt er in den angestrebten Flug. (and)

Orly

Von Angela Schanelec, 2010
Zu sehen auf Mubi

Ein „zögerndes Geöffnetsein“, so nannte der Kulturtheoretiker Siegfried Kracauer das Phänomen des Wartens einmal. Wer schafft, es so zu sehen, der kann vielleicht sogar dem zehrenden Harren eines verspäteten Fluges etwas Positives abgewinnen. Und den Flughafen zur buchstäblichen Begegnungszone umfunktionieren, als die er in Angela Schanelecs schönem Episodenfilm „Orly“ erscheint. Kleine Dramen entspinnen sich hier auf dem Weg zum Gate oder im Airport-Café: Hier keimt eine Liebe unter Fremden, da geht eine andere zu Bruch, ein Sohn eröffnet seiner Mutter unvermittelt seine Homosexualität. Gedreht hat Schanelec vor Ort am Flughafen Paris-Orly, dessen eigentümliche Klangwelt als Musique concrète die Ereignisse untermalt. (and)

Stirb langsam 2

Von Renny Harlin, 1990
Zu sehen auf Disney+

Es zählt zu den Eigenheiten der „Stirb langsam“-Actionfilmreihe, dass Bruce Willis sich darin meist an vergleichsweise gewöhnlichen Orten mit böswilligen Angreifern konfrontiert sieht – ein Bürohochhaus im ersten, ein Flughafen im zweiten Teil. Beide bieten unserem hemdsärmeligen Helden die Schlupfwinkel, die er braucht, um seine Fertigkeiten als urbaner Guerillakämpfer unter Beweis zu stellen: Gepäcksortierungsräume, aufgelassene Terminals und dergleichen mehr. (and)

Warm Bodies

Von Jonathan Levine, 2013
Zu sehen auf Amazon

„Sicher, Menschen warten auf Flughäfen. Aber ich weiß nicht wirklich, worauf wir hier warten.“ So spricht der Teenager-Protagonist (Nicholas Hoult) von „Warm Bodies“. Der allerdings auch ein Zombie ist, der nach einer Untoten-Apokalypse mit seinen Artgenossen einen Flughafen zu seinem Zuhause gemacht hat. Wo es eher dröge zugeht. Bis der Leichenbub sich in eine lebende Jugendliche (Teresa Palmer) verknallt. Herzallerliebst! (and)

Zentralflughafen THF

Von Karim Aïnouz, 2018
Zu sehen auf arte.tv

Einst von den Nazis als Fliegerhorst genutzt, wurden Hangars des Berliner Flughafens Tempelhof von 2015 bis 2018 als Notquartiere für Geflüchtete eingesetzt. Ein ruhiges Doku-Porträt vom Südamerikaner Karim Aïnouz. (and)

Manila

Von Romuald Karmakar, 2000
Zum Leihen und Kaufen bei diversen Anbietern (ab 2,99 Euro)

Ein improvisierter „Gefangenenchor“ voller deutscher Urlauber, der auf dem Airport von Manila, in Erwartung eines verzögerten Fluges nach Frankfurt am Main, immer und immer wieder „Polizeistunde kennen wir nicht“ grölt: Auch das ist ein Sinnbild für Deutschland in diesem famosen Ensemblestück des Regie-Renegaten Romuald Karmakar, der eine im Fegefeuer einer Wartehalle schmorende Gruppe Reisender für eine ebenso beiläufige wie breitflächige Tiefenschürfung der Nationalseele seiner Landsleute nutzt. Famos gespielt und geschrieben, gewitzt und bitter zugleich – eine verschüttete Perle des deutschen Kinos. (and)

Tatsächlich ... Liebe

Von Richard Curtis, 2003
Zu sehen auf Amazon und Sky

Heathrow, ein Ort der Liebe? Die hemmungslos verklärenden Szenen hier erinnern immerhin daran: Flughäfen sind auch Orte für langersehnte Umarmungen. Spektakuläre Last-minute-Liebeserklärungen sind freilich klassisches Rom-Com-Klischee: Hier rast ein Zehnjähriger durch alle Sicherheitskontrollen. (kanu)

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