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Festival

ImPulsTanz: Archaischer Auftakt

„Anschnallen!“, sagt Ekaterina Shushakova zu Beginn. „Ich glaube, es wird eine stürmische Nacht.“APA/IMPULSTANZ/YAKO.ONE
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Mit Pina Bauschs großartigem Stück „Vollmond“ startete das Festival im Burgtheater. Eine Hommage an die Sehnsucht nach Liebe – und an die Naturgewalt Wasser.

Rechts der Mitte steht ein übermannshoher Stein auf der Bühne. Er glänzt. Er scheint feucht zu sein, obwohl es noch gar nicht regnet. Und es wird regnen in diesem Stück. Viel sogar. Es wird schütten. Was nicht wie aus Kübeln von oben kommt, das sammeln die Tänzerinnen und Tänzer später in ebensolchen auf, um es über sich selbst, die anderen und die Bühne zu schleudern, als ginge es darum, ein loderndes Feuer zu löschen. Und irgendwie ist es ja auch so. Auch wenn das Feuer in Pina Bauschs archaisch-ästhetischer Choreografie „Vollmond“ im Innern brennt. Im Guten wie im Schlechten. Es flackert in den Herzen, genährt durch die Angst, durch Begierde, durch Aggression und Gewalt – aber auch durch die ewige Sehnsucht nach Zärtlichkeit und Liebe.