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Schellhorn am Samstag

Rette sich, wer kann: Die SPÖ spielt wieder Monopoly

Wiener Rathaus, Arkadenhof
Wiener Rathaus, ArkadenhofDie Presse/Clemens Fabry
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Die Stadt Wien finanziert eine notleidende Bäckerei und einen Escape Room mit Geld, das sie nicht hat und das die Bürger zurückzahlen müssen.

Bruno Kreisky wäre mächtig stolz: Die Stadt Wien hat sich an weiteren fünf Unternehmen beteiligt, deren Zukunftsaussichten alles andere als rosig sind. Darunter das Café Aumann in Währing, ein persisches Restaurant in der Josefstadt, ein Escape Room im 2. Bezirk, Schiebel Antriebstechnik sowie die Holzofenbäckerei Gragger. Letztere ist vermutlich den meisten Wienern ein Begriff. Sie unterhält sieben Standorte in der Hauptstadt, zudem betreibt Inhaber Helmut Gragger gemeinsam mit dem ehemaligen Gemeinderat Christoph Chorherr eine gemeinsame Bäckerei. Auch die Berliner Bäckerei der Köchin und grünen EU-Parlamentarierin Sarah Wiener zählt zu den Kunden. Das ist schön. Weniger schön ist, dass die Wiener Bürger das Unternehmen nun gemeinsam mit vier anderen retten müssen. Und das alles, nachdem die Republik die heimische Wirtschaft großzügigst mit Corona-Hilfen versorgt hat.

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Die Stadt Wien beteuert, dass nicht jene Unternehmen ins Trockene gebracht werden, die über die besten politischen Connections ins Rathaus verfügen. Sondern jene, die aufgrund der Pandemie kurzfristig Geld brauchen, volkswirtschaftlich relevant und ein bedeutender Arbeitgeber sind. Das Engagement sei auch nur vorübergehend. Versprochen! Mittlerweile hat sich die Stadt mit knapp 15 Millionen Euro an 32 Unternehmen beteiligt.