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Letzter Wille

Abteilungsstrich rettet Testament nicht

OGH verschärft nochmals die Anforderungen an ausgedruckte Verfügungen.

Wien. Für die Gültigkeit von Testamenten ist essenziell, dass sie tatsächlich den letzten Willen der oder des Verstorbenen wiedergeben. Das ist bei handgeschriebenen und unterschriebenen Verfügungen leichter zu überprüfen als bei computergeschriebenen. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat deshalb die Anforderungen an „fremdhändige“ Testamente verschärft – und legt jetzt nochmals nach.

Entscheidend war bisher, dass bei mehrblättrigen Verfügungen die Echtheit durch eine äußere oder innere Urkundeneinheit gegeben war. „Außen“ bedeutet, dass die Blätter unmittelbar nach der Unterschrift durch den Erblasser und die Zeugen untrennbar miteinander verbunden wurden, etwa durch Nähen oder Zusammenheften mit drei Heftklammern.