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Fünf Lehren aus dem „Zukunftsvorsorge“-Flopp

Die Zukunftsvorsorge sollte das Pensionssystem auf neue Beine stellen. Doch im Vorjahr wurden nicht einmal 8000 neue Verträge abgeschlossen.

Zuletzt lockte sie kaum noch jemanden hinter dem Ofen hervor: die 2003 eingeführte „prämiengeförderte Zukunftsvorsorge“, eine Form der privaten Altersvorsorge. Nur noch 7797 Neuverträge wurden im Vorjahr abgeschlossen, wie die Finanzmarktaufsicht (FMA) mitteilte. Das konnte die 88.000 abgelaufenen Verträge nicht kompensieren, sodass die Zahl der Menschen, die mit diesem Instrument für ihr Alter vorsorgen, auf unter eine Million gefallen ist. Auch bieten nur noch vier Versicherungen dieses Produkt an, in der Boomphase waren es 19.

Dabei waren die Hoffnungen, die man 2003 an das neue Produkt geknüpft hatte, groß: Einzahlungen sollten mit einer staatlichen Prämie aufgefettet werden, eine Mindestaktienquote (von anfangs 40 Prozent) sollte für hohe Renditen sorgen, eine Kapitalgarantie sollte vor Verlusten schützen. Diese „dritte“ Säule des Pensionssystems – neben der staatlichen und der betrieblichen Vorsorge – sollte das System breiter und sicherer machen, Altersarmut sollte vermieden werden und die Fixierung auf österreichische Aktien sollte den heimischen Kapitalmarkt pushen. Eine eierlegende Wollmilchsau also. Was konnte da schon schiefgehen?