Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Rohstoffe

Ölpreise geben weiter deutlich nach

Die Ölpreise sind am Dienstag deutlich gesunken und haben damit an den schwachen Wochenauftakt angeknüpft.

Ein Barrel (159) Liter der Nordseesorte Brent notierte gegen 11.05 Uhr bei einem Preis von 104,96 US-Dollar, was einem Abschlag von 1,15 Prozent zum Vortagesschluss entspricht. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) gab um 1,48 Prozent nach auf 101,65 Dollar.

Eine zunehmende Angst vor einer weltweiten Konjunkturflaute bildet den Hintergrund für den Preisverfall. Zuletzt verstärkten steigende Corona-Infektionszahlen in China die Befürchtungen, wie der Rohstoffexperte der Commerzbank, Carsten Fritsch, in einem Marktbericht schreibt: "Für die Ölnachfrage in China bestehen damit Abwärtsrisiken, weil abhängig von der Infektionslage immer wieder mit neuerlichen Mobilitätseinschränkungen gerechnet werden muss."

Im Westen schüre die Kombination aus hohen Energiepreisen und steigenden Zinsen Sorgen vor einer Rezession, so Fritsch. "In Europa kommt die Sorge vor einem russischen Gaslieferstopp hinzu, wenn die seit gestern laufenden turnusmäßigen Wartungsarbeiten an der Ostseepipeline Nord Stream Mitte nächster Woche beendet sind."

Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) könnten sich die Engpässe im Energiesektor noch verschärfen. "Das Schlimmste haben wir vielleicht noch nicht gesehen", sagte IEA-Direktor Fatih Birol am Dienstag in einer Rede in Sydney. Für Europa werde die Sicherheit der Öl- und Gasversorgung weiterhin eine Herausforderung sein.

Der Goldpreis in London lag am Dienstagvormittag nur wenig verändert bei 1.735,24 US-Dollar. Die aktuell starke US-Währung dürfte sich dabei negativ auswirken, während die risikoaverse Marktstimmung das als sichere Anlage geltende Gold eher stützen dürfte.

(APA/dpa)