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Analyse

Habeck auf Energie-Mission in Wien

Deutschlands Wirtschaftsminister Habeck bei Österreichs Umweltministerin Gewessler in Wien.
Deutschlands Wirtschaftsminister Habeck bei Österreichs Umweltministerin Gewessler in Wien.APA/TOBIAS STEINMAURER
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Deutschlands Wirtschaftsminister traf österreichische Regierungsvertreter, um Allianz bei der Gasversorgung zu schmieden. Doch woher kommt das Gas, falls Moskau nicht mehr liefert?

Wien. „Dieser Winter wird in Europa sehr, sehr schwierig werden“, warnte Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), am Dienstag. Auch am zweiten Tag der planmäßigen Wartung der Gaspipeline Nord Stream 1 kamen nur sehr spärliche Mengen russischen Gases in der EU an. Die Staaten haben zunehmend Probleme, ihre Speicher bis in den Herbst zu füllen. Eine derart „tiefgreifende und komplexe Energiekrise“ habe die Welt bisher noch nicht erlebt, sagte Birol und stellte in Aussicht, dass „wir das Schlimmste vielleicht noch nicht gesehen haben“.

Europa könne nur gemeinsam auf diese Bedrohung reagieren, betonten der deutsche Wirtschaftsminister, Robert Habeck (Grüne), und Österreichs Klimaschutz- und Energieministerin, Leonore Gewessler (Grüne), am Dienstag anlässlich des Wien-Besuchs des deutschen Polit-Shootingstars. Habeck traf zudem Österreichs Wirtschaftsminister, Martin Kocher, Europaministerin Karoline Edtstadler und Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

Beide Länder waren unter den ersten EU-Staaten, die ein Solidaritätsabkommen zur Gewährleistung der sicheren Gasversorgung unterzeichnet hatten. Am Dienstag beteuerte Habeck erneut, auch im Ernstfall weiterhin Gas nach Österreich durchzuleiten. Das ist vor allem für die Haushalte in Tirol und Vorarlberg relevant, da sie am deutschen Gasnetz hängen.

Umgekehrt will Österreich gemeinsam mit der Bundesrepublik den Gasspeicher Haidach befüllen, um einen zusätzlichen Puffer für Deutschland zu schaffen und „unsere europäischen Verpflichtungen zu erfüllen“, so Gewessler. Während die übrigen Speicher in Österreich relativ gut gefüllt sind, ist der Gazprom-Speicher, der bisher nur ans deutsche Netz angeschlossen ist, noch leer.

Kaum noch freie Mengen