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Ukraine-Krieg

Kiew wirft Moskau „Terrorangriff“ vor

Der russische Beschuss der zentralukrainischen Stadt Winnyzja sorgt international für Entsetzen. Ein Brite stirbt in russischer Gefangenschaft.

Kiew. Die russischen Streitkräfte formieren sich im Osten der Ukraine neu, um ihre Offensive im Donbass zu verstärken. „Im Gebiet Kramatorsk hat der Feind eine Umgruppierung durchgeführt, um seine Angriffe auf Siwersk zu erneuern“, teilte der ukrainische Generalstab am Freitag mit. Dabei sei auch Kramatorsk von Artillerie beschossen worden. Die Großstadt ist Teil eines Ballungsraums mit etwa 500.000Einwohnern, den Kiew zur wichtigsten Festung im Donbass ausgebaut hat.

Russland setzt auch die Attacken auf andere ukrainische Städte fort. Für internationale Kritik sorgt ein verheerender russischer Raketenangriff auf die zentralukrainische Stadt Winnyzja. Nach ukrainischen Angaben kamen dabei mindestens 23 Menschen ums Leben, darunter drei Kinder. Kiew spricht von einem Kriegsverbrechen und einem „Terrorangriff“.

London ist „alarmiert“

Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte die Raketenattacke in Winnyzja. Der Angriff auf das „Haus der Offiziere“ im Stadtzentrum habe aber einem Treffen der ukrainischen Militärführung mit ausländischen Waffenlieferanten gegolten, behauptete der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Freitag.

Unterdessen wurde bekannt, dass der in der Ukraine von prorussischen Einheiten im April gefangen genommene Brite Paul Urey in der Haft gestorben ist. Die britische Regierung zeigte sich von der Nachricht „alarmiert“. Urey war nach Angaben seiner Familie als humanitärer Helfer unterwegs. Die prorussischen Separatisten im Donbass warfen ihm vor, ein Söldner zu sein.

(APA/DPA/Reuters)