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Leitartikel

Nach Russland wird nun die Abhängigkeit von Italien teuer

Confidence vote at upper house of parliament in Rome
Das Parlament in Rom: Italien schlitterte in eine veritable Regierungskrise.REUTERS
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Alles spricht von der Energieabhängigkeit von Russland. Doch längst hat sich die EU Italien ausgeliefert, und viele Schwellenländer sind Marionetten Chinas.

Die Weltwirtschaft verliert gerade den Boden unter den Füßen. Längst geht es nicht mehr darum, ob die Rezession kommt, sondern darum, wie tief und lang sie sein wird. Und sukzessive brechen im Schatten des Ukraine-Kriegs alte Wunden auf. Wunden, die man vergessen oder verdrängt hat. Eine der größten befindet sich gleich vor Österreichs Haustür. Italien schlitterte in eine veritable Regierungskrise. Als man schon glaubte, das hoch verschuldete Land hat mit Mario Draghi einen Kapitän, der mit Pragmatismus und wirtschaftlicher Expertise den rostigen Kahn auf Vordermann bringen könnte, da schmeißt er hin. Im Stich gelassen von seinen Koalitionspartnern. Gescheitert ist diese Regierung aber wohl mehr am Populismus mancher Protagonisten als am Ukraine-Krieg und an der Frage der finanziellen Unterstützung der Ukraine.

Wieder einmal hat sich bewahrheitet, dass Krisen Populisten auf die politische Bühne spült, die einfache Lösungen propagieren, aber am Ende meist nur Schulden und Chaos hinterlassen. Italiens Chaos ist mittlerweile so groß, dass es eine Überlebensfrage für die EU und den Euro darstellt. Agenda-Austria-Chef Franz Schellhorn hat es jüngst in einem Tweet so formuliert: „Europa hat sich nicht nur in die Geiselhaft Russlands begeben. Sondern auch in jene Italiens.“