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Statistik

Trendwende am Immomarkt Mieten in, Kaufen bald out?

Die deutsche Statistik zeigt einen neuen Trend: Verkäufer finden immer weniger Abnehmer.

Berlin/Wien. Die stark gestiegenen Zinsen sorgen für eine Trendwende am deutschen Immobilienmarkt. „Wir sehen eine Nachfrageverschiebung von Kauf zu Miete“, sagte Geschäftsführer Thomas Schroeter von Immoscout24 am Donnerstag. Wie aus Daten des Onlineportals hervorgeht, ist die Nachfrage nach Kaufimmobilien im zweiten Quartal 2022 binnen Jahresfrist um 36 Prozent eingebrochen. Als Folge davon stieg die Zahl der Angebote für Wohnungen und Häuser um 46 Prozent, und Inserate blieben auch länger online als im Vorjahr.

Denn für Verkäufer wird es schwerer, Käufer zu finden. Dies sorgt zwar nicht bundesweit für sinkende Preise, aber in den Ballungsräumen. Die höheren Finanzierungskosten lassen derweil die Nachfrage nach Mietwohnungen um 48 Prozent steigen.

Die niedrigen Zinsen hatten in den vergangenen Jahren zu einem Bauboom und damit auch zu höheren Immobilienpreisen geführt. Derzeit befinde sich der Markt aber in einer Phase der Anpassung an die neue ökonomische Realität, so Immoscout24. Denn die corona- und kriegsbedingt gestiegenen Rohstoff- und Baukosten, die Inflation und das höhere Zinsniveau hätten Spuren hinterlassen. „Erstmals seit der Finanzkrise 2008 sehen wir so deutliche Preiskorrekturen, vor allem bei Neubau-Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern in Bestand und Neubau“, erläuterte Schroeter.

Immoscout24 betonte, dass der Markt für Kaufimmobilien nicht eingebrochen sei. Es handele sich nur um eine Abkühlung der „sehr überhitzten Phase 2022/21“.

(Reuters)