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Lukas Weißhaidinger holt aus.
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Leichtathletik-WM

Physiker Werner Gruber erklärt den perfekten Diskuswurf

Diskuswerfen ist nicht bloß eine hohe körperliche Kunst, sondern verlangt auch das Verständnis für Physik. Lukas Weißhaidinger zeigt es bei der WM in Eugene vor, Experimentalphysiker Werner Gruber erklärt den Ablauf.

Lukas Weißhaidinger hat es geschafft. Österreichs Diskus-Riese steht bei der Leichtathletik-WM in Eugene, US-Bundesstaat Oregon, im Finale der Top 12. Der Oberösterreicher, bislang bei EM, WM und Olympia jeweils mit Bronze gekrönt, schaffte den Einzug um den Medaillenkampf (Mittwoch, 3.33 Uhr) gleich im ersten Versuch. Er warf seinen Diskus 66,51 Meter weit. 66 Meter waren nötig, der Litauer Mykolas Alekna erreichte mit 68,91 Meter Bestweite. Will Weißhaidinger, 1,97 Meter groß und 150 Kilogramm schwer, erneut auf dem Podest landen, ist jedoch eine Leistungssteigerung vonnöten.

Diskuswerfen ist freilich eine hohe Kunst. Wirklich große und sehr starke Athleten üben dafür stundenlang, jeden Tag. Sie stehen in einem Wurfkreis, der 2,5 Meter Durchmesser hat. Sie holen aus, drehen sich kontrolliert immer schneller um die eigene Achse und schleudern schließlich nach knapp drei Sekunden, zwei Schritten und eineinhalb Umdrehungen den zwei Kilogramm schweren Diskus (Durchmesser 21,9 cm; Höhe 4,4 cm in der Mitte) im tunlichst richtigen Winkel und mit maximaler Geschwindigkeit ins abgesteckte Feld.