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Interview

Kassen-Obmann: "Hälfte der Wahlärzte für Versorgung nicht relevant"

Zu viele Praxen von Wahlärzten würden kaum etwas zur Versorgung der Bevölkerung beitragen, daher will ÖGK-Obmann Andreas Huss das Wahlarztsystem auf neue Beine stellen (Archivbild).
Zu viele Praxen von Wahlärzten würden kaum etwas zur Versorgung der Bevölkerung beitragen, daher will ÖGK-Obmann Andreas Huss das Wahlarztsystem auf neue Beine stellen (Archivbild).(c) REUTERS (Stephane Mahe)
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Andreas Huss, Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), fordert Mindestöffnungszeiten für Wahlarzt-Ordinationen und ihre Anbindung an das E-Card-System. Wer das nicht will, solle als reiner Privatarzt weitermachen.

„Von den etwa 11.000 Wahlärzten in Österreich arbeiten rund 5000 in einem Spital oder sind woanders angestellt, und betreiben nebenher eine kleine Ordination. Sind also nicht relevant für die Versorgung. Einige haben ihren Schwerpunkt in der Alternativmedizin oder in kosmetischen Behandlungen“, sagt Andreas Huss, Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK). Als Gewerkschafter und Dienstnehmer-Vertreter übernahm er mit 1. Juli turnusmäßig den Verwaltungsvorsitz.

Einigermaßen relevant für die Versorgung der Bevölkerung seien lediglich die Fächer Gynäkologie, Innere Medizin, Dermatologie und Kinderheilkunde. Wer in einem dieser Fächer mehr als 50.000 Euro an Leistungen pro Jahr mit der ÖGK verrechnet, könne einen Kassenvertrag haben, alle anderen sollten als reine Privatärzte weitermachen. Andreas Huss im Interview.

Die Presse: Woher kommt eigentlich Ihre Abneigung gegen Wahlärzte?