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Wer seine Liebe online teilt, wird oft mit Likes und Herzchen belohnt.
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Serie: Gefühlssache

#Couplegoals: Wie Beziehungen online gelebt werden

Auf Social Media zeigen manche Paare fast alles und sich selbst dabei nur von der besten Seite. Wie viel Öffentlichkeit braucht eine Beziehung?

Intensives Herumgeschmuse am Strand, Heiratsanträge vor malerischer Kulisse, ineinander verschränkte Körper beim Acroyoga. Über 46 Millionen Beiträge dieser Art findet man auf Instagram unter dem Hashtag #couplegoals. Die Botschaft dabei ist augenscheinlich einfach: So sexy, so romantisch, so liebevoll sollen Beziehungen sein oder zumindest ausschauen. So sportlich, lustig und innig hat ein Paar zu sein.

„Auf Social Media wird das Ideal eines attraktiven, harmonischen, gut gelaunten, stets aufeinander bezogenen und perfekt zusammenpassenden Paares vermittelt. Oft auch was Hautfarbe, soziales Milieu, Religion und Ähnliches angeht“, beobachtet Psychotherapeutin und Psychotherapiewissenschaftlerin Anna Maria Diem im Gespräch mit der „Presse“. Eine ästhetisierte Version der idealen Beziehung eben. Das sind aber auch Inhalte, die bei Betrachtenden durchaus negative Gefühle auslösen können. „Wenn man den eigenen Alltag mit Instagramauftritten von anderen Menschen vergleicht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass das eigene Leben schlechter abschneidet, hoch. Nicht, weil das eigene Leben tatsächlich langweiliger ist, sondern, weil auf Social Media beinahe ausschließlich besondere, herzeigbare Momente präsentiert werden.“ Wer fragt sich da nicht, warum andere scheinbar immer Zeit fürs gemeinsame Abendessen finden, dabei immer noch frische Blumen am Tisch stehen und jeder Urlaub ohne Auseinandersetzung vonstattengeht?

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