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Teuerung

Bringt Rekordinflation höheren Zinssprung?

Beim Gang durch den Supermarkt spürt jeder derzeit die Teuerung im eigenen Geldbörsel.
Beim Gang durch den Supermarkt spürt jeder derzeit die Teuerung im eigenen Geldbörsel.(c) APA/AFP/INA FASSBENDER
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Mit 8,7 Prozent ist die Inflation in Österreich auf höchstem Wert seit 47 Jahren. Ähnlich die Situation in der Eurozone. Die EZB könnte am Donnerstag darauf deutlich antworten.

Wien. Im Jahr 1975 geht in Deutschland der VW Golf I in sein erstes volles Produktionsjahr. In Spanien stirbt der langjährige Diktator Francisco Franco. Und in Österreich liegt die Inflation mit einem Wert von 8,7 Prozent das letzte Mal auf jenem Niveau, das die Teuerung auch im vergangenen Juni wieder erreicht hat.

Beinahe ein halbes Jahrhundert ist es also her, dass die Österreicherinnen und Österreicher einen so hohen Wertverlust bei ihren Einkommen und Ersparnissen hinnehmen mussten wie im letzten Monat. Das ergeben die endgültigen Inflationsdaten, die von der Statistik Austria am Dienstag veröffentlicht wurden. Die Treiber waren dabei die selben, wie bereits in den vergangenen Monaten. So waren laut den Statistikern die Ausgaben für Treibstoffe, Nahrungsmittel und Energie für die Hälfte der Inflation verantwortlich.

Vor allem der Bereich Verkehr war der im Jahresabstand stärkste inflationstreibende Faktor. Und hier waren es neuerlich die Treibstoffpreise, die sich gegenüber dem Juni 2021 um 63,2 Prozent erhöht hatten, die maßgeblich zur Teuerung beitrugen. Der Anstieg war damit um rund 13 Prozentpunkte stärker als noch im Mai. Ebenfalls stark angestiegen sind hierbei – passend zum Ferienbeginn – die Preise für Flugtickets. Diese wurden im Jahresvergleich um 44,2 Prozent teurer.

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