Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Interview

42 Grad in Österreich "immer wahrscheinlicher"

Wie entstehen so hohe Temperaturen? Heiße Luft aus der Sahara wird von anderen Luftströmungen nach Österreich geweht.
Wie entstehen so hohe Temperaturen? Heiße Luft aus der Sahara wird von anderen Luftströmungen nach Österreich geweht.(c) APA/AFP/LIONEL BONAVENTURE (LIONEL BONAVENTURE)
  • Drucken

Manfred Spatzierer ist Chef-Meteorologe des Wetterdienstes Ubimet. Ein Gespräch über die Hitzewelle, die Qualität von Wetter-Apps und warum es am Mittelmeer keine Hurrikans geben wird.

Die Presse: Es ist eine heiße Woche für uns. Mit welcher Temperatur müssen wir noch rechnen?

Manfred Spatzierer: Es ist eine hochsommerliche Woche. Wir liegen dann doch Donnerstag, Freitag im Flachland jenseits der 35 Grad – also 36, 37 Grad sind durchaus denkbar. Von den katastrophalen 42 Grad, von denen letzte Woche gesprochen worden ist, ist Gott sei Dank nichts mehr zu sehen.

Sie geben ein gutes Stichwort. Das „Internet“, allen voran Twitter, war in heller Aufregung, weil es Wetter-Apps gab, die zum Teil 45 bis 46 Grad vorausgesagt haben. Was ist da schiefgelaufen?

Das habe auch ich in den Wettermodellen gesehen: Also keine 45, 46 Grad, aber extrem hohe Prognosen von 41 bis 42 Grad – für den zehnten Prognosetag, also am Ende der Vorhersagedauer des Modells. Also sehr weit in der Zukunft gelegen. Das war für mich schon sensationell, weil ich so eine hohe Temperaturprognose für Österreich, selbst am Ende eines Modells, noch nicht gesehen hatte.

Wie konnte das sein?