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Strache zieht positive Bilanz seiner Israel-Reise

Strache zieht positive Bilanz seiner Israel-Reise
Strache zieht positive Bilanz seiner Israel-ReiseFP-Chef Heinz-Christian Strache (c) APA (Herbert Pfarrhofer)
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"Im Gegensatz zur inaktiven Regierung ist die FPÖ ein außenpolitischer Faktor", sagt der freiheitliche Parteichef Heinz-Christian Strache. Außerdem betont er das Existenzrecht des Jüdischen Staates.

Ein "ausgesprochen positives Resümee" seiner Israel-Reise hat FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache am Mittwoch gezogen. In einer Aussendung des Freiheitlichen Parlamentsklubs betonte Strache: "Allen Unkenrufen zum Trotz wurden wir in Israel sehr offen und herzlich aufgenommen und führten zahlreiche positive Gespräche." Auch unter den israelischen Vertretern habe es eine "sehr positive Resonanz" gegeben. Im Gegensatz zur "inaktiven Bundesregierung" sei die FPÖ ein "außenpolitischer Faktor".

Strache stellte zudem klar: "Die Freiheitliche Partei Österreichs bekennt sich voll und ganz zum Existenzrecht Israels. Auch Israels Recht zur Selbstverteidigung wird von uns nicht in Frage gestellt. Und wir als Österreicher werden alles versuchen, aus unserer neutralen Position heraus zu einer friedlichen und für alle Seiten gerechten Lösung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern beizutragen."

Bedrohung durch radikalen Islamismus

Israel, so Strache, stehe aber heute wie die gesamte westliche Welt einer neuen Bedrohung gegenüber: dem radikalen Islamismus."Gegenüber dieser extremistischen Ausprägung einer Religion, welche politisch missbraucht wird, kann und darf man nicht neutral sein." Der radikale Islamismus finde sich heute überall in der westlichen Welt, "von Wien über Paris bis nach New York".

"Auch in der Türkei, die immerhin Mitglied der Europäischen Union werden will, sind derart gefährliche Tendenzen zu beobachten, dort aber nicht im Untergrund, sondern von Staats wegen. Unter Ministerpräsident (Recep Tayyip) Erdoğan hat die türkische Gesellschaft begonnen, sich in Richtung Islamismus zu entwickeln", warnte der FPÖ-Bundesparteiobmann.

SP-Darabos: Kreisky würde sich im Grab umdrehen

SP-Verteidigungsminister Norbert Darabos hat am Mittwoch den Versuch von Strache verurteilt, Bruno Kreisky für sich zu vereinnahmen. "Kreisky würde sich im Grab umdrehen, wenn er hören würde, wie Strache mit seinem politischen Erbe umgeht", erklärte Darabos gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Dem historischen Beitrag, den Kreisky in den Nahost-Friedensgesprächen geleistet habe, könne ein "intellektuell armseliger" Strache nicht annähernd das Wasser reichen, so Darabos weiter. Die "verwerfliche Anbiederung" an Kreisky zeige, dass Strache in bekannter FPÖ-Tradition gerne historische Tatsachen umdeuten wolle. Strache verbinde aber rein gar nichts mit Kreisky, allein die Behauptung richte sich von selbst. Die einzige Verbindung Straches, die sich in den letzten Tagen erneut herausstellte, sei jene mit den europäischen

(APA)