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Gastkommentar

Liegestuhl in der Kirche, was soll das?

Völlig fehlgeleitet ist die Aktion „Urlaub für die Seele“ der Erzdiözese Wien. Die Kirche ist keine Strandbar.

Der Autor:

Martin Kolozs (*1978) ist Autor und katholischer Publizist und lebt in Wien; www.martinkolozs.at

 

Zweifelsohne muss sich die römisch-katholische Kirche in Mitteleuropa etwas einfallen lassen, um in der Gunst der Menschen – nicht nur in der ihrer gläubigen Mitglieder – erneut zu steigen, denn die zahlreichen Skandale um Missbrauch und Misswirtschaft etc. haben in jüngster Vergangenheit ihren Ruf und vor allem ihre Glaubwürdigkeit auf das Äußerste beschädigt, um nicht zu sagen: nachhaltig und schwerwiegend ramponiert.

Dennoch sind nicht alle gut gemeinten Ideen, um die sogenannte Volkskirche wiederzubeleben, es wirklich wert, verfolgt oder gar umgesetzt zu werden, weil sie zwar eine Art Happening-Charakter haben, was vielen heutzutage vielleicht zusagen mag, aber keinen missionarischen Mehrwert besitzen, was doch eigentlich Grund und Ziel jeder Bemühung sein sollte, die Menschen wieder regelmäßig in die Kirche, zum Gebet bzw. zur heiligen Messe zu bringen.