Die Bregenzer Seebühne. Gezeigt wird heuer, im Sommer ohne Landeshauptmann, Giacomo Puccinis „Madame Butterfly“.
Serie: Neun x Eins

Vorarlberg: Die dunkle Seite des Musterlandes

Ein Land, das aus dem schön zurechtgerückten Rahmen zu fallen droht. Eine Zäsur ist die Affäre um Inserate und Parteigeld schon jetzt, sie könnte auch noch größer ausfallen. Auftakt zu einer Serie über die neun Bundesländer.

Bregenz zeigt sich von seiner strahlendsten Seite: 30 Grad, Sonnenschein, roter Teppich. Der Bundespräsident, Alexander Van der Bellen, ist da, sein Schweizer Amtskollege Ignazio Cassis, die Minister Magnus Brunner, Karoline Edtstadler und Martin Kocher, die steirischen Landeshauptleute Christopher Drexler und Hermann Schützenhöfer, Vorarlbergs Statthalterin Barbara Schöbi-Fink. Van der Bellen wird beim Einzug in das Festspielhaus zwar vereinzelt mit Pfiffen bedacht, dafür ist der Applaus drinnen für seine „Die Regierung muss arbeiten“-Rede um so größer.

Nur einer fehlt: Landeshauptmann Markus Wallner. Festspielpräsident Hans-Peter Metzler – er heißt gleich wie der zurückgetretene Vorarlberger Wirtschaftskammerpräsident – wird ihn in seiner Eröffnungsrede dennoch nicht zu erwähnen vergessen und ihm „beste Genesung“ wünschen.

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