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Mein Samstag

Mr. Clooney im Cabrio

Seit 1997 hoffe ich darauf, dass man sich im Leben wirklich immer zwei Mal trifft, wie es der Kalenderspruch und dieser Song behaupten.

1997 deswegen, weil da – jetzt kennen wir einander schon so viele Jahre und ich habe Ihnen noch nie davon erzählt – ein gewisser George Clooney nur wenige Zentimeter entfernt an mir vorbeigekommen ist, und ich die Chance, ihn kennenzulernen, leider ungenützt verstreichen habe lassen.

Und das kam so: Eines Tages spazierte ich mit einer Freundin über den Grazer Andreas-Hofer-Platz, als ein sehr gut aussehendes Cabrio mit einem sehr gut aussehenden Mann am Steuer an uns vorbeifuhr. „Der schaut aus wie der eine Arzt aus Emergency Room“, meinte meine Freundin, was ich mit einem „Geh bitte, was soll denn der in Graz machen?“ abgetan habe. Nun: „Der eine Arzt aus Emergency Room“ war wegen der „Batman & Robin“-Premiere in der Stadt, wobei sich Graz nicht für Batman, nicht für Robin, sondern nur für Mr. Freeze interessierte. Der wurde, genau, von Arnold Schwarzenegger dargestellt. Weshalb Mr. Clooney, wie später in der Zeitung nachzulesen war, auch unerkannt auf dem Schlossberg spazieren gehen konnte (ehe ihm bei der Premiere ein Steirer-Janker angezogen wurde, auch als Arzt aus ER bleibt dir nichts erspart).

Mit der Geschichte komme ich natürlich jetzt daher, weil neulich diese zwei Männer Herrn Jagger am Würstelstand nicht erkannt haben, weshalb auf Facebook viele Userinnen und User ihre eigenen Promi-Begegnungen ausgepackt haben. Ich habe da zum Beispiel noch eine: Einige Jahre vor dem Clooney-Nicht-Treffen war ich mit einer Freundin ein paar Tage in Wien und als Teenies aus der kleinen Stadt waren wir uns sicher, dass wir in der großen Stadt praktisch an jeder Ecke einem Star in die Arme laufen würden. Wir hielten also permanent Ausschau und haben immerhin Hans Peter Heinzl, den Selfman Andreas Steppan und ziemlich sicher eventuell vermutlich auch Otto Schenk gesichtet. Das ist bitte nicht nichts. In diesem Sinne: Wenn Sie wieder einmal spätabends ein Würstel essen oder von einem Cabrio überholt werden, schauen Sie genauer hin!

E-Mails an: mirjam.marits@diepresse.com