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Alexander Van der Bellen (hier bei der Eröffnung der Tiroler Festspiele Erl) stellt sich am 9. Oktober der Wiederwahl als Bundespräsident.
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Hofburg-Wahl

Wahlkampf vor einer düsteren Herbstkulisse

Energiekrise, Rekordinflation, Asylzahlen wie seit 2016 nicht und im Finale des Hofburg-Wahlkampfs wird auch noch der Höhepunkt einer Coronawelle erwartet: Die Rahmenbedingungen für Bundespräsident Alexander Van der Bellens rechte Herausforderer könnten kaum besser sein. Droht dem Amtsinhaber am kommenden 9. Oktober eine Denkzettelwahl?

Ein Bundespräsident, der auf dem Weg zu einer politischen Rede ausgepfiffen wird? Was nach einer historischen Episode der Waldheim-Ära klingt, hat sich diese Woche bei den Bregenzer Festspielen zugetragen. Eine Handvoll wütender Coronamaßnahmengegner war gekommen, um Alexander Van der Bellen – quasi als oberstem Vertreter eines von ihnen verhassten politischen Systems – vor dessen Eröffnungsrede ihren Unmut kundzutun.

Die Pfiffe von Bregenz mögen harmlos gewesen sein, wohl aber könnten sie ein Vorgeschmack auf Missmut sein, der im Wahlkampf auf Van der Bellen zukommt. Eröffnet wurde dieser de facto in Bregenz und zwar mit einer „Die Regierung muss arbeiten“-Rede des Staatsoberhauptes.