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Wirtschaftshilfe

Die Kurzarbeit, das teuerste Kriseninstrument mit Schattenseiten

In der Pandemie nahmen auch Handel, Gastronomie und Friseure die Kurzarbeit in Anspruch.
In der Pandemie nahmen auch Handel, Gastronomie und Friseure die Kurzarbeit in Anspruch.Getty Images
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Die Zahl der Kurzarbeiter ist auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Pandemie. Die Corona-Kurzarbeit war deutlich teurer als das Modell aus der Finanzkrise. Bis Jahresende muss ein Nachfolgemodell gefunden werden.

Die Kurzarbeit war die teuerste Wirtschaftshilfe in der Pandemie. Allein in den zwei Jahren ab März 2020 wurden fast zehn Milliarden Euro dafür ausgegeben. Gut eine Million Beschäftigte waren auf dem Höhepunkt der Krise im April 2020 in Kurzarbeit. Im Jahr 2009, mit der letzten großen Wirtschaftskrise vor Corona, war es mit 66.500 ein Bruchteil davon.

Die Presse

Nun ist die Kurzarbeit auf dem Rückzug. Nur noch 4650 Menschen waren Mitte Juli vorangemeldet. Trotzdem wurde die aktuelle Kurzarbeits-Richtlinie bis Jahresende verlängert. Sie soll ein Sicherheitsnetz für die Unternehmen wegen der Unsicherheiten aufgrund des Krieges, der Inflation, der Sanktionen und der anhaltenden Lieferkettenprobleme sein. Für viele Arbeitnehmer wurde die Kurzarbeit noch einmal attraktiver: Zu Beginn der Pandemie erhielten sie je nach Einkommen 80, 85 oder 90 Prozent ihres letzten Gehalts ersetzt, nun sind es durchgehend 90 Prozent. Darauf haben sich Gewerkschaft und Wirtschaftskammer geeinigt. Die Zusatzkosten tragen die Betriebe.