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Coronavirus

"Werden nicht Polizisten spielen": Ärztekammer fordert klare Regeln bei Quarantäne-Aus

"Es muss ganz klar sein, wer wo was überprüft", so die Ärztekammer.APA/BARBARA GINDL
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Die neue Verordnung werfe noch zu viele Fragen auf, um einen Spitalsbetrieb ordentlich planen zu können, kritisiert Ärztekammer-Vizepräsident Mayer.

Die Ärztekammer fordert nach dem Quarantäne-Aus ab Montag klare Regeln. Die Verordnung werfe noch viele Fragen auf, "zu viele, um einen Spitalsbetrieb ordentlich planen zu können", kritisierte Harald Mayer, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Bundeskurienobmann der angestellten Ärzte. Ungeklärt sei etwa noch die Frage, wer die Zutrittsregelungen zu den Spitälern kontrolliert, wer überwacht und wer unter welchen Umständen arbeiten darf.

Genauso sei noch offen, wer unter welchen Voraussetzungen Patientenkontakt haben darf. "Es muss ganz klar sein, wer was wo und wann überprüft", fordert Mayer: "Sicher ist auf jeden Fall, dass das nicht die Spitalsärztinnen und Spitalsärzte machen können und werden. Wir sind dazu da, unsere Patientinnen und Patienten zu behandeln und nicht, um die Polizisten der Nation zu spielen."

„Spitäler gehören zu sensibelsten Bereichen"

Es brauche maximale Sicherheit – sowohl für die Patientinnen und Patienten, als auch für die Ärztinnen und Ärzte. "Spitäler gehören zu den sensibelsten Bereichen unserer Gesundheitsversorgung überhaupt. Derartige Lockerungen inmitten einer Pandemiesituation müssen daher in diesem Setting besonders ordentlich durchdacht, geregelt und auch überwacht werden", forderte Mayer. "Das kann selbstverständlich nicht auf dem Rücken der Spitalsärztinnen und Spitalsärzte abgeladen werden", konstatierte der ÖÄK-Vizepräsident.

Der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) warnte davor, Covid-positive Pflegepersonen einzusetzen. Mit dieser neuen Corona-Regel gefährdet die Regierung die Patientinnen und Patienten, Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Pflegepersonal, kritisierte ÖGKV Präsidentin Elisabeth Potzmann.

Dass Pflegepersonen nun Covid-positiv patientennah eingesetzt werden dürfen, sei unverständlich. "Gerade in Spitälern, Langzeitpflegeeinrichtungen und in der Hauskrankenpflege werden die vulnerabelsten Menschen der Gesellschaft betreut. Diese über ganze Schichten bewusst Covid-positiven Personen auszusetzen, ist verantwortungslos", warnte Potzmann.

(APA)